Im Frühling und im Herbst stellt sich die gleiche Frage: wohin mit holzigen Gartenabfällen? Da das Verbrennen innerhalb geschlossener Ortschaft nicht zulässig ist, bietet der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Haßberge mit seiner flächendeckenden Sammelaktion eine Alternative, wie das Landratsamt Haßberge mitteilt. "Unsere Sammlungen holziger Gartenabfälle im vergangenen Jahr waren sehr erfolgreich. Dies hat uns bewogen, auf Dauer im Frühjahr und im Herbst zwei Sammeltage festzulegen", erklärt Werkleiter Wilfried Neubauer.

Die Annahmeplätze

Hier die Annahmeplätze in den einzelnen Kommunen:

Aidhausen Gehölzschnittdeponie der Gemeinde

Burgpreppach Grüngutannahmestelle zwischen Fitzendorf und Burgpreppach

Ebern Ruppach, landwirtschaftlicher Betrieb Harald Krell, Lindenhof

Ebelsbach Bahnhofstraße 16

Hofheim Ostheim, Grüngutannahmestelle ehemalige Erdaushubdeponie

Kirchlauter Vorplatz Oskar-Kandler-Zentrum, Karl-Glockner-Straße 2

Königsberg Wertstoffhof Hellinger Straße 8

Maroldsweisach Allertshausen, landwirtschaftlicher Betrieb Gerhard Schmidt

Wonfurt Kreisabfallzentrum an der Staatsstraße 2275 Hs.-Nr. 1

Oberaurach Unterschleichach, Parkplatz an der Radsporthalle

Pfarrweisach Junkersdorf, landwirtschaftlicher Betrieb Gerd Müller, Hauptstraße 25

Rauhenebrach Untersteinbach, neben dem Wertstoffhof

Sand Grünschnittsammelstelle neben Wertstoffhof "Obere Länge" (nur aus dem Gemeindegebiet von 13 bis 15 Uhr)

Stettfeld Annahmestelle Betonstraße

Theres Parkplatz der Maintalhalle in Untertheres

Untermerzbach Kompostplatz

Zeil Grünschnittdeponie "am Lichtlein" (nur aus dem Gemeindegebiet von 10 bis 14 Uhr)

Auf diese Termine wird auch im Abfallkalender hingewiesen. In diesem Herbst finden die Aktionstage am 20. Oktober und am 10. November jeweils von 8 bis 13 Uhr statt. Abweichende Uhrzeiten haben die Kommunen Sand und Zeil, die deutlich darauf hinweisen, dass die angelieferte Ware auch tatsächlich aus dem Gemeindegebiet stammen muss. "Mit der Sammlung ermöglichen wir es den Bürgern, das Schnittgut ohne Kostenbelastung und ohne Mengenbegrenzung in zumutbarer Entfernung entsorgen zu können", sagt Wilfried Neubauer.

Da die Wertstoffhöfe auf den zu erwartenden Ansturm nicht ausgelegt sind und die bestehenden Annahmeplätze für größere Mengen an Grüngut das Kreisgebiet, insbesondere im südlichen Bereich, nicht ausreichend abdecken, werden eigens für diese Tage Annahmeplätze eingerichtet, und zwar in den Gemeinden Ebelsbach, Kirchlauter, Oberaurach, Rauhenebrach und Theres.

Die vorgegebenen Annahmezeiten von 8 bis 13 Uhr müssen dringend eingehalten werden. Darauf weist die Abfallberatung ausdrücklich hin. Denn vorher stehen die Plätze noch nicht für eine Annahme zur Verfügung, und danach ist dort eine Anlieferung nicht mehr möglich, da das Schnittgut umgehend gehäckselt und abtransportiert wird.

Nicht für Gewerbekunden

Im Rahmen der Sammelaktion gibt es weitere Vorgaben: Die Herkunft der holzigen Gartenabfälle beschränkt sich auf Gärten von Privathaushalten. Gewerbekunden und landwirtschaftliche Betriebe können nicht bedient werden. Und es darf weder Rasenschnitt noch mit Erde durchsetztes Wurzelwerk angeliefert werden.

Auch die Gemeinden, die selbst die Zuständigkeit für die Grüngutentsorgung haben, beteiligen sich an den Aktionstagen, wobei die Kommunen Sand und Zeil, wie erwähnt, eigene Annahmezeiten haben.

Die Abfallberatung nennt weitere Entsorgungsmöglichkeiten: Als umweltfreundlichste Alternative könne die Kompostierung der Ast- und Zweigabschnitte im eigenen Hausgarten gewertet werden. In diesem Falle erhalte der Boden alle Nährstoffe, die der Baum dem Boden entzogen hat, auf natürliche Art und Weise wieder zurück. Es handelt sich somit um einen geschlossenen Naturkreislauf. Doch stoße diese Variante schnell an ihre Grenzen, denn es werde viel Platz benötigt, und man müsse mit einer mehrjährigen Verrottungsdauer rechnen.

Schneller verlaufe der Verrottungsprozess, wenn man die Ware schreddert. Ein weiterer Vorteil dieser Entsorgungsalternative liege darin, dass sich das Volumen auf einen winzigen Bruchteil reduziere, die Lagerung und Handhabung also erheblich vereinfacht werde. Auch in diesem Falle gelte: Die Nährstoffe bleiben vor Ort, der Naturkreislauf bleibt ebenfalls geschlossen.

Das Kompost- und Erdenwerk Haßberge im Hainerter Wald und die Firma Fösel Garten- und Landschaftsbau in Eltmann nehmen ganzjährig holzige Gartenabfälle entgegen, jedoch auf eigene Rechnung. In diesen Anlagen besteht keine kostenlose Abgabemöglichkeit von Kleinmengen, die Abgabe dort ist für jeden Anlieferer kostenpflichtig. red