Umfassende Informationen gab es am Montag vor der Gemeinderatsitzung für die Mitglieder des Gremiums in der Bibliothek KOMM in Untermerzbach, und am Ende stand noch eine Märchenstunde an. Dem Gemeinderat mit Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) an der Spitze wurde verdeutlicht, wie das Geld Verwendung findet, das die Gemeinde für diese Einrichtung aufbringt.

"Seit 2008 gibt es das KOMM", sagte der Bürgermeister und er freute sich, dass es bei den Untermerzbachern, und in den umliegenden Gemeinden gut angenommen wird. Ute Morgenroth, die zusammen mit Karin Eder im KOMM beschäftigt ist, freute sich, mittlerweile über 700 Leser zu haben. "Das ist für unsere kleine Gemeinde sehr viel", sagte sie. In der Bücherei werden Veranstaltungen, auch in Kooperation mit der VHS Haßberge, angeboten.

Über den Besuch von Kindergarten- und Schulkindern freuen sich Ute Morgenroth und Karin Eder besonders, wobei Eder sogar zum Bücher ausleihen in die Grundschule Untermerzbach geht und Klassenführungen im KOMM vornimmt.

"Bitfit" ist neben den Lesewettbewerben eine Veranstaltung, mit der die Kinder an die Bücherei herangeführt sowie ihr Interesse für das Lesen geweckt werden soll. Die Kinder erhalten dann einen "Bibliotheksführerschein".

Morgenroth informierte, dass die Gemeindebücherei Untermerzbach mit anderen Büchereien im Landkreis Haßberge kooperiert. Fernausleihe über das Internet sei ebenfalls möglich.

Medientechnisch sei das KOMM gut dabei, so dass die verschiedensten Medien zur Ausleihe oder zum Lesen genutzt werden können.

Eder hatte für den Gemeinderat Zahlen. "Ganz aktuell haben wir 703 Leserinnen und Leser, wovon 270 aktive Leser sind, Neuanmeldungen haben wir bisher im Jahr 16. Der Großteil sind mit 509 die erwachsenen Leser, dazu kommen 109 Kinder und Jugendliche", ergänzte Eder. Mit 1689 Medien habe man angefangen, derzeit könnte auf 7800 Medien zurückgegriffen werden.

Im Bereich der Fernausleihen, wo das KOMM als kleinste Bibliothek dabei ist, könne auf 125 831 Medien zugegriffen werden. Um zeitgemäß zu sein, könne mit elektronischen Medien gearbeitet werden.

Spitzenplatz in Bayern

"Im Leistungsvergleich mit Gemeinden bis 3000 Einwohner haben wir in Bayern Platz drei inne", sagte Eder. Morgenroth erklärte, dass es für Angestellte in Bibliotheken 13 Kriterien gebe, von denen zehn erfüllt sein müssen. "Wir haben alle 13 erfüllt", sagte Morgenroth stolz.

Dritter Bürgermeister Dieter Reisenweber war beeindruckt: "Wir sehen, hier wird alles professionell gemacht." Bürgermeister Helmut Dietz ergänzte, dass das KOMM für Untermerzbach ein Schmuckstück sei, auch was die Kosten betreffe. Trotzdem müsse man die Einrichtung hochhalten, weil sie für die Bevölkerung viel biete. "Unser KOMM ist in der Region bekannt und es ist gut ausgestattet."

Die "Märchenstunde" schloss sich an: Morgenroth las aus einem Buch, in dem Kindern mit Fabeltieren erklärt wird, wie sie sich in der Bücherei zurechtfinden. So mancher in der Runde konnte dabei ein Grinsen nicht unterdrücken.