Jan Kliche heißt der Schüler, der am vergangenen Freitag beim Vorlesewettbewerb der siebten Klassen an der Realschule Herzogenaurach mit seinem Vortrag aus dem Buch "Weiter so, Schwarze Sieben" (Enid Blyton) von der Jury auf den ersten Platz gewählt wurde.

Zwar hatte der Schüler aus der Klasse 7a als zuerst Bewerteter bei der Punktevergabe durch die Jury sehr steil vorgelegt, andererseits war die Dichte bemerkenswert guter Vorträge in dieser Jahrgangsstufe sehr hoch, so dass sich in der adventlich geschmückten Pausenhalle für die zuhörenden und anfeuernden Mitschüler durchaus die Frage stellte: Reicht das für den Sieg?

So kam es auch, dass die Jury, bestehend aus den jeweiligen Deutschlehrkräften, der Schülervertreterin Paulina Walz, einer Elternbeirätin und Schulleiter Ulrich Langer, bei der Abstimmung immer wieder die kleinen Tafeln mit der Höchstnote von sechs Punkten in die Höhe hielt. "Das Niveau in der siebten Klasse ist nicht immer so. Kurioserweise sind die Sechstklässler sogar häufig die stärkeren Leser", resümierte Markus Bedruna, Deutsch-Fachleiter und Organisator des Wettbewerbs.

Schließlich konnten Jan Kliche auch seine hartnäckigen Verfolgerinnen den ersten Platz nicht mehr nehmen. Neben der Zweitplatzierten Adina Voß mussten sich zwei Schülerinnen das Treppchen teilen: die Drittplatzierten Alexa Scheller und Sophia Ploetz (beide 7e).

Die sechsten Klassen waren am gleichen Tag zwei Stunden vorher dran, teilt die Schule mit. Deren Wettbewerb wird alljährlich vom Börsenverein des deutschen Buchhandels ausgelobt und soll die Schüler einerseits zum Lesen animieren, zum anderen aber auch ein Forum sein, die besten Leser eines Jahrgangs versammelt zu hören, um sich von ihren guten Vorträgen inspirieren zu lassen. Annika Rudel aus der Klasse 6b überzeugte hier mit ihrem bezaubernden Vortrag aus Jochen Tills Buch "Luzifer Junior - zu gut für die Hölle" die Jury und verwies Marian Grimm (6c) und ihren Klassenkameraden Artur Störig auf die Ränge zwei und drei.

Während alle Leser mit Süßigkeiten und die Sieger mit Urkunden und Buchgutscheinen bedacht wurden, gab es aber durchaus auch für die Zuhörer im Publikum etwas zu gewinnen, nämlich jede Menge Anregungen für spannenden und lustigen Lesestoff. Vielleicht findet ja bei den Realschülern auch noch der eine oder andere Titel Einzug auf den Wunschzettel. Denn eines war an jenem Wettbewerbsvormittag ganz klar zu erkennen: Lesen macht großen Spaß und kann für sich selbst wie auch für andere ein großes Geschenk sein. red