Bereits das 19. Kronenfest wurde am Johannistag im Weihersbach von Herzogenaurach gefeiert. Ausgerichtet wird das Fest vom Verein der Siebenbürger Sachsen. Wie dessen Vorsitzender Gerhard Berner in seiner Begrüßung erläuterte, geht das Brauchtum auf das letzte große Fest an Johanni (24. Juni) oder Peter und Paul (29. Juni) zurück, das vor der anstrengenden Erntezeit gefeiert wurde.
Das Fest begann mit einer kirchliche Andacht auf dem Festplatz um 12 Uhr. Ab 14 Uhr war der Aufmarsch der Trachtenpaare angesagt. Mitwirkende waren die siebenbürgischen Kindertanzgruppen von Herzogenaurach und Nürnberg sowie die siebenbürgische Jugendtanzgruppe Herzogenaurach. Als Gäste waren der Fränkische Volkstanzkreis Steigerwald unter der Leitung von Konrad Heimann mit dabei, Mitglieder der Tanz- und Späldeel Leba Erlangen mit ihren pommerschen Trachten und Mitglieder der Schlesischen Spinnstube Herzogenaurach um Christiane Webert. Für den richtigen Ton sorgte die siebenbürgische Blaskapelle Nürnberg.


Es regnet Süßigkeiten

Nach der Begrüßung erklomm Altknecht Martin Klein den Kronenbaum, um in der Krone seine Rede an die Anwesenden zu richten. Klein wurde erstmals in diesem Jahr mit einem Seil beim Aufstieg gesichert. Für die anwesenden Kinder waren die Süßigkeiten, die er für sie herunterregnen ließ, vermutlich das wichtigste Ereignis des Tages. Klein hatte bereits einige Male den Baum bestiegen, dazwischen aber auch ausgesetzt und kam jetzt wieder zum Einsatz. Seine Verbindung mit Herzogenaurach hält er auch über die Firma Schaeffler, bei der er seit Abschluss des Studiums als Ingenieur arbeitet. Nach dem Abstieg konnte er mit seiner Altmaid Stefanie Mild einen Ehrenwalzer tanzen, genauso wie Jungknecht Daniel Barthel und Jungmaid Elina Forgarascher.
Der Baum war schon am Samstag aufgestellt worden, genauso wie die Kinderkrone. Über ein Metallgestell werden Eichenbuschen befestigt und Blumensträuße eingebunden. Für das Binden der beiden Kronen zeichnete die "Nachbarschaft Herzogenaurach" verantwortlich. Derartige Gemeinschaftshilfen gab es schon in Siebenbürgen, sie sorgten für ein gutes Zusammenleben auch in Notsituationen.
In diesem Jahr wurde ein neuer Baum aufgestellt, der etwas kürzer ist als das vorangehende Stück. Grund dafür war, dass das vorangehende Exemplar schadhaft geworden war. Der neue Baum wurde von Walter Nussel aus Burgstall gesponsert. Abgerundet wurde das Fest mit Tanzdarbietungen. Danach konnten die Anwesenden ihre Tanzkünste ausprobieren.