Seit dem Erfolg des Volksbegehrens "Rettet die Bienen - für mehr Artenvielfalt!" tauchen bayernweit Angebote von Landwirten zu Blühpatenschaften auf.

"Wir freuen uns, dass durch das Volksbegehren etwas Gutes in Bewegung geraten ist. Viele Landwirte und Verbraucher haben die großen Defizite offensichtlich erkannt und möchten gegensteuern", sagte BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt anlässlich des Aussaattermins mit Agrarbetriebswirt Lukas Hatzold vom Birkenhof an dessen 2,2 Hektar großem Acker am Wallfahrerweg zwischen Wolfsdorf und Bad Staffelstein. Lukas Hatzold ließ wissen, dass sich bisher 53 Blühflächenpaten bei ihm gemeldet und sich mit der Finanzierung von je fünf bis 150 Quadratmetern Blühfläche an dem Projekt beteiligt hätten.

So ermöglichten sie die Anlage eines etwa 2400 Quadratmeter großen Blühstreifens. Gespannt verfolgten alle die Einfüllung des Blühflächensaatguts in die am Schlepper angekuppelte Sämaschine. An der Frontseite des Schleppers befanden sich Walzen, um die groben Erdschollen zu feiner Erde zu zerkleinern.

Der Landwirt informierte, dass die standortgerechte Samenmischung beispielsweise Ringel-, Korn- und Sonnenblume, Fenchel, Klatschmohn, Rainfarn, Inkarnatklee, Saatwicke sowie andere Kultur- und Wildkräuter enthalte; daneben auch Erbsen und Ackerbohnen, um über einen möglichst langen Zeitraum Blühzeiten zu ermöglichen und somit den Bienen und anderen Insekten zu helfen, aber auch Wanderer, Radler und Wallfahrer zu erfreuen.

Als Pluspunkt ist noch zu erwähnen, dass außerdem auf weiteren 1000 Quadratmetern der Ackerfläche auch fünf Wolfsdorfer Familien ihre Kartoffeln anbauen dürfen. Auf der übrigen Ackerfläche werde Körnermais angebaut. Entlang des Blühstreifens sollen demnächst auch Schildchen mit den Namen der Blühpaten angebracht werden.

Anton Reinhardt hob hervor: "Diese Aussaataktion und die direkten Gespräche mit dem Landwirt haben dazu beigetragen, dass das Verständnis der Verbraucher für die bäuerliche Landwirtschaft und ihre Akzeptanz verbessert werden kann." Nun bedarf es nach der langen Trockenzeit nur noch eines warmen Frühlingsregens, damit die ausgebrachte Blumensaat keimen kann. red