Werden sie es tatsächlich auch anziehen? Zum Bunten Abend des Faschingvereins Seßlach hatte sich Helmut Neudecker, Frontmann der "Fränkischen Bauerninfanterie", etwas Besonderes einfallen lassen: Er holte Bürgermeister Maximilian Neeb (FW), Carsten Höllein (SPD) und Martin Mittag (CSU) auf die Bühne, um ihnen jeweils ein T-Shirt der Band zu überreichen. Dann ließ er die Vertreter der drei Stadtratsparteien auf die Fahne der Bauerninfanterie schwören, dieses Shirt bei der konstituierenden Sitzung des Stadtrats im Mai auch anzuziehen. Seine "Opfer" machten den Spaß mit und leisteten den gewünschten Schwur, sehr zur Belustigung des Publikums im voll besetzten Seßlacher Sportheim. Dabei steht bisher nur fest, dass Neeb bei der ersten Sitzung des neu gewählten Stadtrats tatsächlich am Ratstisch sitzen wird. Als erst vor einem Jahr gewählter Rathauschef steht er am 15. März nicht zur Wahl. Auch wenn es mehr als wahrscheinlich erscheint, dass es der aktuelle Stadtrat Höllein sowie Mittag als Ex-Bürgermeister und jetziger MdL ebenfalls in das Gremium schaffen werden. Zumal beide die Listen ihrer Parteien als Spitzenkandidaten anführen. Neudecker selbst, bisher "nur" Ortssprecher von Oberelldorf, möchte zukünftig ebenfalls ein Wörtchen am Stadtratstisch mitsprechen; er kandidiert für die CSU.

Die T-Shirts, so erklärte der Ober-Infanterist, sollen die drei Beschenkten nach der offiziellen Vereidigung beim Foto-Termin tragen, "als Zeichen für Zusammenhalt und Einheit des ganzen Stadtgebiets". Beim "Einheitssong" der selbsternannten "Rebellen des Südens" (zu denen neben Neudecker noch Bert Geyer, Florian Ruppert, Prinz Alexander Leffer, Michael Beetz und Markus Brehm gehören) stimmten Neeb, Höllein und Mittag schon einmal inbrünstig mit ein. Bettina Knauth