Der verkaufsoffene Sonntag in Kombination mit dem Blues- und Jazzfestival im August hat sich als Flop erwiesen. Das haben bereits Stadt und Stadtmarketing eingestanden, und so sieht es auch die Netz-Gemeinde, wie an den Kommentaren auf www.infranken.de und Facebook abzulesen ist.

Während erstaunlich viele Nutzer den Sinn eines verkaufsoffenen Sonntages generell infrage stellen, schießen die anderen gegen die Spitzen von Stadtmarketing und Stadtverwaltung wegen der Terminierung. Hier eine Auswahl an Meinungen. Peter H.: Kultur und Shoppen passen nicht zusammen. Die Regel wurde einfach ignoriert. Zudem war der Termin viel zu kurzfristig gewählt. Das Ergebnis hat man gesehen. Wenn Verdi und die anderen Mitglieder der Aktion gegen die verkaufsoffenen Sonntage Großkonzerne stärken wollten, dann kann man ihnen nur gratulieren. Gerade der Einzelhandel, von dem Bamberg lebt, durfte nicht mitmachen, denn er liegt nicht in der 1A-Lage, sondern daneben.

Blauer Klabauter: Eigentlich müssen vielmehr die beiden "Kracher" Bamberg zaubert und Blues- & Jazzfestival auf den Prüfstand. Es ist bekannt und logisch, dass gerade diese dem Einzelhandel mehr schaden als nützen. Aber solange sie die Innenstadt verstopfen und damit zur Selbstbeweihräucherung gewisser Akteure taugen, gibt es keinen Grund zur Sorge. Darauf kommt es schließlich an. Susanne G.: Ich denk mir, was am verkaufsoffenen Sonntag ausgegeben wird, bleibt an den anderen Tagen aus. Es ist einfach nur eine Verlagerung, denn niemand hat unbegrenzt Budget. Ire Ne: Warum braucht man sowas? Auch die Verkäufer und Verkäuferinnen haben Familie. Nur wegen dem Umsatz? Und dass andere den Hals nicht voll genug mit Geld bekommen. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, da machten die Geschäfte Mittwochnachmittags zu, Geschäftsschluss war sonst um 18 Uhr und Samstag war um 12 Uhr alles zu. Und wir haben es überlebt.

Christine T.: Es wäre keiner in den Läden, wenn alle, die da in die Stadt rennen, arbeiten müssten. Verkaufsoffener Sonntag gehört abgeschafft. Wenn es die Menschen nicht schaffen, von Montag bis Samstag während der Öffnungszeiten einzukaufen, weiß ich auch nicht.

Joachim S.: Das Einkaufen am Sonntag war längst überfällig. Ein modernes Land schließt an einem Tag sämtliche Geschäfte. Das gehört ins Mittelalter.

Sonja D.: Ich würde mal sagen, alle, die für den verkaufsoffenen Sonntag sind, können in den Geschäften ja arbeiten. Dann bin ich mal gespannt, wie viele danach noch dafür sind.

Götz v. B.: Wer seinen Soßenwürfel am Sonntag einkaufen muss, lebt so oder so in einer Welt, die nur aus Einhörnern besteht!

Cäcilia C.: Braucht kein Mensch. Sollen lieber ihre Leute zu Hause bei ihren Familien lassen. Aber wird immer mehr wie im Amiland. mm