Abschied nehmen heißt es für die Handballerinnen der SG Kunstadt-Weidhausen am Samstag in der Michelauer Mainfeldhalle, wenn die Mannschaft von Trainerin Christine Gahn ihre vorerst letzte Landesliga-Partie um 14 Uhr gegen den TSV Winkelhaid bestreiten wird. Dabei sind sich die SG-Frauen sicher, dass dies nur ein vorübergehender Abschied werden soll, was man mit einem couragierten Auftritt gegen den Tabellendritten gerne unter Beweis stellen möchte.
Für beide Mannschaften geht es hinsichtlich der Tabellensituation um nichts mehr. Winkelhaid könnte zwar noch nach Punkten mit dem Zweiten MTV Stadeln gleichziehen, da Stadeln gegen Winkelhaid allerdings den direkten Vergleich gewonnen hat, ist der Relegationsplatz für den Aufstieg in die Bayernliga für den TSV bereits vor der Partie in Michelau kein Thema mehr. Demnach wollen sich beide Teams vor allem mit einer ordentlichen Leistung in die Saisonpause verabschieden.
Für die Gahn-Truppe geht damit auch eine lange Zeit des Leidens vorbei. Fünf Schwangerschaften und einige Verletzungen im Team sowie zwei Wechsel vor der Saison stellten Ex-Trainer Udo Prediger vor eine kaum lösbare Aufgabe. Dennoch muss man der SG selbst nach 22 Niederlagen in 25 Spielen zugute halten, dass sie sich nie hängen ließ.


Bezirksoberliga ist Neuland

Letztlich waren Aust & Co. aber in dieser starken Liga chancenlos. Demnach ist der bereits seit Wochen feststehende Abstieg in die Bezirksoberliga auch die Chance auf einen Neubeginn. "Wir wollen zurück in die Landesliga!", ist aus der Mannschaft zu vernehmen. Gerade für die vom Erfolg verwöhnte Mannschaft des TV Weidhausen, die vor Jahren ja sogar in der Regionalliga spielte, ist die Bezirksoberliga ein Stück Neuland, das man auch im Gewand der SG Kunstadt-Weidhausen nicht lange betreten möchte. Voraussetzung ist eine funktionierende Mannschaft, die für ihre Ziele alles in Bewegung setzt. Dass das Team bereits über diesen "Spirit" verfügt, will man den eigenen Fans am Samstag nochmals beweisen. mts