Sowohl die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf als auch ihr Gastgeber im Auswärtsspiel, die Spielvereinigung Stetten (bei Karlstadt), benötigten am drittletzten Spieltag der Regionalliga Nordwest dringend einen Erfolg, um sich vom Tabellenende abzusetzen. Der Wettkampf endete mit 2,5:5,5 zuungunsten der Seubelsdorfer, die damit auf den letzten Tabellenplatz abrutschten. Als Aufsteiger erst so spät die rote Laterne aufgedrückt zu bekommen, ist zwar auch eine Leistung, die Chancen auf den Ligaverbleib haben sich damit allerdings erheblich reduziert.

Regionalliga Nordwest

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SpVgg Stetten - SV Seubelsdorf 5,5:2,5

Zunächst lief es ganz gut für die Gäste. Bei seinem zweiten Einsatz in der Regionalliga baute der Seubelsdorfer Jugendspieler Tudor Fosca Lutz am achten Brett langsam, aber gewaltig einen Angriff auf dem Damenflügel auf, dem sein Gegenspieler schließlich nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

Sein Altersgenosse Tobias Kolb wehrte am sechsten Brett geduldig eine Attacke auf seinen König nach der anderen ab und konnte zuletzt ein Unentschieden erzielen.

Am fünften Brett ließ sich Uwe Voigt auf Verwicklungen ein, die in beiden Lagern zu Felderschwächen führten und daher ebenfalls in eine Punkteteilung mündeten.

Mit einem ruhigen Aufbau kämpfte Michal Michalek am Spitzenbrett lange Zeit um den Vorteil, der sich in einer geschlossenen Stellung allerdings nicht einstellen wollte. Auch diese Partie wurde daher Remis gegeben.

Noch hofften die Seubelsdorfer darauf, ihren Vorsprung ausbauen zu können. Dies geschah jedoch nicht, vielmehr begann sich das Match für sie nun in die falsche Richtung zu drehen. Am siebten Brett leistete Hans-Jürgen Drechsel lange Zeit tapfere Gegenwehr, doch allmählich wurde der Druck der feindlichen Übermacht zu stark.

Matthias Bergmann gelang es am zweiten Brett nicht, wanderlustige gegnerische Freibauern aufzuhalten.

Am vierten Brett fand Mannschaftskapitän Christian Gebhardt gegen einen ungewöhnlichen Aufbau nicht das richtige Rezept und büßte dadurch sowohl Zeit als auch Material ein.

Nachdem all diese Partien verloren gegangen waren, bemühte sich Marko Hofmann am dritten Brett in einem unvorteilhaften Endspiel lange darum, wenigstens noch einen halben Punkt zu retten. Doch auch diese kosmetische Korrektur wollte nicht glücken. uv