Zum Artikel "Jugendherberge statt Bierwoche für junge Flüchtlinge in Kulmbach" (BR vom vom 28. Juli) wird uns geschrieben:

Die Bundesausländerbeauftragte zu dem, was Integration bedeutet: "Bezogen auf das soziale Zusammenleben bedeutet Integration, dass kulturell und anderweitig verschiedene Personen und Gruppen einer Gesellschaft gleichberechtigt zusammenleben. In diesem Zusammenhang hat Integrationspolitik die Aufgabe, Rahmen für Integration zu schaffen, d. h. Fragen der rechtlichen Gleichbehandlung anzugehen, den Abbau von Diskriminierung voranzubringen, gegenseitige Akzeptanz und Anerkennung zu fördern und zu unterstützen."
Gehört es zu diesem gleichberechtigten Zusammenleben nicht auch, dass junge geflüchtete Menschen an den Festen in ihrer Gemeinde teilnehmen können? Dass sie dies gemeinsam mit ihren deutschen Freunden tun können?
Das Verhalten der Stadtverwaltung mit OB Schramm an der Spitze untergräbt (ob gewollt oder nicht) Integrationsbemühungen von engagierten Menschen, es unterstützt die in der Bevölkerung vorhandenen irrealen Ängste vor geflüchteten jungen Menschen und ist Wasser auf die Mühlen der extrem rechten AfD.
Denn dass eine Gruppe junger Menschen aufgrund ihrer Herkunft und/oder ihrer Religion unter Generalverdacht gestellt wird, das war bisher ein Alleinstellungsmerkmal der extremen Rechten. In Zukunft werden sich diese extremen Rechten auf das Verhalten der Stadtoberen berufen können, wenn sie gegen Geflüchtete hetzen.
Arno Pfaffenberger
Kulmbach