Das Marienbildnis in der Bucher Kapelle stammt aus dem Jahr 1673 und wurde im Zuge der Sanierungsarbeiten der Kapelle aufwendig restauriert. Das Ergebnis wurde bei der Einweihung des sanierten Kirchleins der Öffentlichkeit präsentiert.
Dabei handelt es sich um eine außergewöhnliche Darstellung. Es zeigt Maria mit dem Jesuskind, das einen Stieglitz, ein Passionssymbol, in der Hand hält.


Zwei Wappen im Bild

Das Vorbild für das Gemälde in Buch ist der 1519 angefertigte Holzschnitt Albrecht Altdorfers, deren Vorlage wiederum ein Gnadenbild der alten Kapelle in Regensburg ist. Auf dem Gemälde in der Marienkapelle in Buch sind außerdem links unten zwei Wappen abgebildet. Beim linken roten Wappen ist die Familie anhand des Wappens leider nicht mehr zu ermitteln. Beim rechten Wappen handelt es sich eindeutig um das Wappen der Familie Graf Schenk von Stauffenberg. Die Buchstaben darunter verweisen auf Catharina Sophia Eyb, Gräfin Schenkin von Stauffenberg, welche die Schwester des Bamberger Fürstbischoffes Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg war. Bei dem linken Wappen handelt es sich deswegen wahrscheinlich um das Wappen der Familie von Eyb. Wie das Bild, dessen Rahmen deutlich jünger ist (etwa 1750/60) nach Buch kam, wird aktuell noch untersucht. Auch der Maler muss noch ermittelt werden.