Selin Ries hat den Lesewettbewerb der Grundschulen in der Stadt Kulmbach gewonnen. Sie strahlte, als sie den erstmals ausgelobten Wanderpokal entgegennehmen durfte, er wird jetzt in der Pestalozzischule für ein Jahr einen Ehrenplatz bekommen.
Als Siegerin wird Selin Ries beim Lesewettbewerb im nächsten Jahr der Jury angehören.
Lehrerin Christina Heider hatte den Wettstreit an der Max-Hundt-Schule organisiert. Dabei ging es weniger um das möglichst fehlerfreie Abspulen eines einstudierten Textes, vielmehr spielte auch die inhaltliche Verständlichkeit eine Rolle.
Da nicht alle Kinder im freien Sprechen gleich talentiert sind, war es für die Bewertung unerheblich, ob sie eigenständig eine kurze Einführung formulierten oder die Zusammenhänge auf Nachfrage wiedergeben konnten. In die Bewertung floss auch mit ein, ob es dem Kind gelang, das Publikum zu erreichen und für das vorgestellte Buch zu interessieren.
Selin Ries holte sich den Erfolg mit Passagen aus dem Buch "Oskar und das Geheimnis der Kinderbande" von Claudia Frieser. Lea Sack von der Grundschule Burghaig und Emil Pult von der Pestalozzischule teilten sich den zweiten Platz. Während Lea aus dem Buch "Die Haferhorde - Flausen im Schopf" von Suza Kolb las, zog Emil - übrigens ein Enkel des erfolgreichen ATS-Stürmers Erich Pult - "Gregs Tagebuch 1 - Von Idioten umzingelt" vor.
Den dritten Platz teilten sich Paul Zenker von der Theodor-Heublein-Schule und Kai Ramming von der gastgebenden Max-Hundt-Schule. Paul hatte sich für das Buch "Der kleine Drache Kokosnuss reist in die Steinzeit" von Ingo Siegner entschieden, Kai Ramming bevorzugte das Buch "Die drei Superbrillen - Wo ist Professor Nitroglitz?" von Thomas Krüger.


Preisgelder und Jury

Die Erstplatzierten konnten Preisgelder von zehn bis 20 Euro und jeweils ein Buch nach Wahl mit nach Hause nehmen. Für die übrigen Teilnehmer gab neben Urkunden auch einen Gutschein über fünf Euro von der Buchhandlung Hofmann in Kulmbach. Der Jury gehörten Stadtrat Lothar Seyfferth, Lehrerin Astrid List von der Max-Hundt-Schule und Sozialpädagogin Pia Hempfling von der Arbeiterwohlfahrt Kulmbach an.
Bei der Siegerehrung dankte Schulamtsrätin Kerstin Zapf den Lehrkräften, die sich für den Lesewettbewerb eingebracht hatten. "Ich habe mir gewünscht, dass die Siegerin, die diesen tollen Wanderpokal bekommen hat, im nächsten Jahr als Leseexpertin mit in der Jury ist. Ich finde es ganz wichtig, dass Kinder da auch Verantwortung übernehmen."