Auf sie trifft der Spruch "Jung gefreit hat nie gereut" so richtig zu: Renate und Karl Dörfler waren bei der Eheschließung gerade mal 18 Jahre alt. Jetzt konnten sie ihren 60. Hochzeitstag feiern, als wäre die Zeit ein bisschen stehen geblieben.

Beide sind gesund, fröhlich, noch voller Elan und Optimismus, sie erlebten die sechs Jahrzehnte in großer Harmonie. "Wenn es mal was zu streiten gab, die Versöhnung kam schnell, das hat geholfen", sagten beide und schmunzelten ein bisschen.

Kennengelernt haben sich die Diamantenen Hochzeiter beim Tanzen im "Saalbau Bock" in Ramsenthal. Daraus ist gleich Zuneigung geworden, die Hochzeit ließ nicht lange auf sich warten. Der gebürtige Schaitzer und die Schlesierin haben drei Söhne und vier Enkel, Verwandtschaft wird bei ihnen großgeschrieben. "Wir haben immer zusammengehalten, uns beim Häuser bauen gegenseitig geholfen", blickte das Jubelpaar zurück.

Für den gelernten Forstwirt ist Arbeiten ein täglich Brot, "neben dem Beruf war ich auch noch in der eigenen Landwirtschaft tätig, zimmerte in der verbliebenen Freizeit Garnituren mit Tischen und Bänken. "Mindestens jedes Jahr eine, seitdem ich verheiratet bin".

Der treue Fan des TSV Harsdorf, der dort Ehrenmitglied ist, versäumt kein Heimspiel und ist seit mehr als zwei Jahrzehnten neben dem Metzger der maßgebende Mann bei den legendären Schlachtfesten des Sportvereins. Außerdem gehörte Karl Dörfler dem früheren Gemeinderat Pechgraben an, war später Ortssprecher im Gremium von Neudrossenfeld.

Die Kasse des Stammtisches "Treue Brüder Gräfenthal" verwaltet er auch schon Jahrzehnte. Ehefrau Renate war Zimmermädchen im Altdrossenfelder Landgasthof Schnupp und danach in der Küche der Klinik Herzoghöhe tätig. Beide blicken positiv in die Zukunft. "Die Eiserne in fünf Jahren zu feiern, wäre schön", betonen sie, und man glaubt es ihnen.

Glückwünsche übermittelten dem Jubelpaar auch Bürgermeister Harald Hübner und stellvertretender Landrat Dieter Schaar. Horst Wunner