Alles Gute kommt von oben? Manchmal ist es auch andersrum. Dann will das Gute hoch hinaus. In der Luitpoldschule trafen sich beide Wege. Dort wurde nämlich der neue Bewegungs- und Kletterpark für die Grundschüler eingeweiht, gesegnet und gleich mit Freuden genutzt. Pfarrer Marcus Wolf, der mit Pfarrerin Anette Simojoki das Klettergerüst segnete, erklärte, "die Spielgeräte sind ein Segen für Kinder und Schule".
Aber ganz ohne irdische Hilfe ist solch ein Projekt nicht zu verwirklichen. So betonte der Zweite Bürgermeister der Stadt Bamberg, Christian Lange (CSU), die Zusammenarbeit von Schulfamilie, Stadt und Förderern, ohne deren Unterstützung die Aufstellung der mehrere tausend Euro teuren Anlage nicht möglich wäre. Schließlich seien der Stadt bewegungsfreundliche Schulen sehr wichtig.
Eine Zusammenarbeit, die nur möglich ist, weil es um die Sache geht, wie Rektor Franz Hilbert betonte. "Ich schaue gern in leuchtende Kinderaugen", sagt er. Dass dies nicht einfach so daher gesagt ist, erkennt man auch, wenn man sich die reich ausgestattete "Wasserschule" anschaut.


Möglichst viele sollen profitieren

Die ist nicht nur Vorbild für weitere Schulen in Bayreuth, Coburg und Hof, sondern auch Anziehungspunkt für zahlreiche Klassen aus dem Bamberger Land. Deswegen dient das neue Klettergerüst nicht allein den Luitpoldkindern. Neben den Gruppen in der Mittagsbetreuung wird es ebenso als Wartezone und Zeitvertreib für Schüler und Schülerinnen genutzt, die auf den Unterricht in der "Wasserschule" warten. "Möglichst viele Kinder sollen davon profitieren", sagte Rektor Hilbert.
Profitieren heißt in diesem Fall auch, gesundheitlich profitieren, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) betonte. Dem wurde mit dem neuen Bewegungs- und Kletterpark nun Genüge getan.
Doch der Klettergarten bietet mehr als nur Spaß und Bewegung. So sagte Ministerin Huml an die Kinder gerichtet: "Ihr braucht Kraft, müsst euch etwas zutrauen, besonnen sein, auf andere schauen."
Dass diese Form der Investition Früchte trägt, zeigten die Kinder selbst, als sie unmittelbar nach der Segnung zahlreich und gemeinsam den neuen Kletterpark erstürmten.