Für viele Menschen nimmt der Nachhaltigkeitsgedanke immer mehr Platz im täglichen Leben ein. Eine Auswirkung ist hierbei, dass Secondhandartikel wieder verstärkt in das Blickfeld rücken. Es ist einfach nachhaltig, Dinge, für die man persönlich keinen Nutzen mehr hat, nicht in den Mülleimer zu werfen, sondern für den weiteren Gebrauch zur Verfügung zu stellen.

Dabei hilft das Team des Secondhandbasars "Rund ums Kind" der evangelischen Kirchgemeinde St. Marien in Einberg. Zum 45. Mal organisierten Sandra Weber, Bianca Bauer, Marion Brückner, Natascha Endruweit, Sandra Herrmann, Katja Heusinger, Martina Kohles, Steffi Steiner und Nicole Tarrach einen Markt für gut erhaltene Artikel aus zweiter Hand. Von kaum getragener Kindermode über Spielsachen aller Art und Babybedarf bis hin zu Kinderwagen reichte das Angebot.

Das Wort "Basar" trifft die Aktion nicht richtig. Die Kaufinteressenten waren nicht gezwungen, wie auf einem orientalischen Basar zu wühlen und zu handeln. Ganz im Gegenteil. Sandra Weber erklärt: "Über 200 fleißige Hände stehen uns zur Seite und sortieren Kleidung der Größe nach, platzierten andere Produkte so, dass es für die Käufer einfach ist, das zu finden, was sie suchen". Bei über 10 000 Artikel war die Helfer-Armada durchaus von Nöten. Das Engagement wurde am Ende auch belohnt. Über 5500 Artikel wechselten den Besitzer und sorgten für einen Umsatz von 16 300 Euro. "Wer bei uns eingekauft hat, handelte nicht nur nachhaltig, sondern unterstützte lokale Institutionen und Projekte für Kinder und Jugendliche", so Sandra Weber. Mit 15 Prozent des Gesamterlöses oder 2200 Euro habe man den Kindergarten St. Marien, den Caritasverband Coburg für das Projekt "Grünstift", bedürftige Familien, die Kinder- und Jugendfeuerwehren Rödental-Zentrum, Steinrod und Froschgrund, die Christlichen Pfadfinder St. Marien und die Kirchgemeinde St. Marien unterstützt.

Bürgermeister Marco Steiner, lobte die ehrenamtliche Leistung und die perfekte Organisation: "Es ist schon erstaunlich, wie schnell alles wieder aufgeräumt war." Martin Rebhan