Getunte Boliden und Motorräder sind oft schön anzusehen und der Stolz ihrer Besitzer. Das zeigt schon allein die große Anzahl der aufgemotzten Fahrzeuge, die auf unseren Straßen unterwegs sind. Kritisch werde es aber, betont die Verkehrspolizei in einer Pressemitteilung, wenn durch das Tuning und Veränderungen am Fahrzeug die Verkehrssicherheit beeinträchtigt werde. Das musste die Verkehrspolizei Bamberg am Wochenende bei Kontrollen in den Landkreisen Bamberg und Forchheim feststellen.

In Bamberg wurden zwei Pkw aus dem Verkehr gezogen, bei denen einer mit einem leistungsstärkeren Motor ausgerüstet und am anderen durch Manipulationen am Luftansaug- und Abgassystem am Fahrzeug das Geräusch- und Abgasverhalten wesentlich verschlechtert war.

Am Sonntagnachmittag führten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Bamberg auf der Kreisstraße zwischen Ebermannstadt und Drosendorf, Höhe Burg Feuerstein, mehrstündige Kontrollen durch. Der Schwerpunkt lag bei der Überprüfung des motorisierten Zweiradverkehrs. Insgesamt mussten zwölf Motorradfahrer beanstandet werden. Bei sechs Bikern waren die Beanstandungen so massiv, dass die Weiterfahrt untersagt wurde.

Abgesägt

Die Verstöße reichten von abgefahrenen Reifen über den verbotenen Anbau von offenen Luftfilterkästen bis zum Einbau eines abgesägten Schalldämpfereinsatzes. Die Umbauten hatten vor allem überhöhte Geräuschentwicklungen zur Folge und führten zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.

In allen Fällen müssen die Fahrzeuge wieder in den Originalzustand zurückgebaut, das durch ein Gutachten bestätigt und bei der Zulassungsstelle eine neue Betriebserlaubnis beantragt werden. Neben diesen nicht unerheblichen Kosten erwarten die Fahrzeugführer ein empfindliches Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Die Polizei Ebermannstadt und die Verkehrspolizei Bamberg kündigen für die Zukunft weitere Verkehrskontrollen in dem Bereich an. pol