Ein voll besetztes Kongresshaus legte am Samstag ein eindrucksvolles Zeugnis darüber ab, dass die "Weihnacht der Generationen" nichts an Attraktivität verloren hat. Ganz im Gegenteil: Aufgrund der großen Nachfrage wurde auch die Empore im Festsaal für die Besucher geöffnet.

Auch in diesem Jahr gelang es den Verantwortlichen, dem Seniorenbeirat der Stadt Coburg und dem "Büro Senioren und Ehrenamt", einem großen Publikum ein breitgefächertes Programm zu offerieren, das bestens geeignet war, die Besucher aus dem Alltag zu entführen und in Weihnachtsstimmung zu versetzen. Die Tür zu dem gelungenen Nachmittag stieß die Werkskapelle der SÜC unter Stabführung von Manfred Deinhardt auf - mit eher rockigen als besinnlichen Klängen.

Tanz, Lesung, Theater, Gesang und die musikalische Umrahmung der Musiker wechselten sich ab, so dass die Zeit wie im Flug verging. So überzeugten die Tänzerinnen und Tänzer des "Ballettstudios am Ketschentor" ebenso wie Aktiven des Tanzstudios "Tanzen in Coburg". Richtig voll wurde es auf der Bühne, als der Gospelchor "Good News" auftrat und stimmgewaltig in das Reich der christlichen afroamerikanischen Musik entführte.

Heide Braunschmidt amüsierte das Auditorium mit ihrer fränkischen Weihnachtsgeschichte. Ein Glanzlicht setzte die elfjährige Annika Deinhardt, die in Begleitung der Werkskapelle mit ihrer sanften Stimme das Publikum aufhorchen ließ. Die Schauspieler des Kinder- und Jugendtheaters Coburg, setzten sich "heftig" mit der Frage auseinander, ob es ein Christkind gibt oder nicht.

Diejenigen, die die Existenz des Christkindes abstritten, wurden schnell Lügen gestraft, als das Coburger Christkind den Saal erhellte. Die Engelserscheinung hatte auch mahnende Worte im Gepäck, als sie darauf verwies, dass, wenn Menschen bereit sind anderen zu helfen, diese Hilfe aber auch angenommen werden müsse. "Wer Hilfe annimmt, ist nicht schwach", rief das Christkind den Gästen zu.

Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD), der zwei weiteren Stadtratsmitglieder (Jürgen Oehm, CSU, und Rene Hähnlein, Die Linke) begrüßen konnte, stimmte auf den bemerkenswerten Nachmittag mit einem Gedicht von Joseph von Eichendorff ein und mahnte dazu, auch einmal zur Ruhe zu kommen.

Der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Wolfgang Doischer, setzte als charmanter Moderator des dreistündigen Nachmittags die Akteure perfekt in Szene.