Im kleinen Kreis fand die Hauptversammlung der Theatergruppe statt. Doch nicht Desinteresse, sondern viel mehr Krankheitsausfälle sorgten dafür, dass die meisten Aktiven nicht dabei waren. Weitere Mitglieder hätten sich für das anstehende, interessante Jahresprogramm 2018 des Vereins durchaus interessierten dürfen, kommt die Theatergruppe doch mittlerweile auf sagenhafte 240 Mitglieder.
Vorsitzende Ulla Engelmann führte durch das Abendprogramm und erinnerte an verstorbene Mitglieder, bevor Sabine Wich, in ihrer Funktion als Schriftführerin den Arbeitsbericht der Vorstandschaft und einen kurzweiligen Jahresrückblick vortrug. Kassier Julius Fischer beleuchtete die Veranstaltungen des sehr aktiven Vereins aus wirtschaftlicher Sicht. Wenn nicht bei jeder Veranstaltung ein optimaler Gewinn übrig bleibe, sei man den Mitgliedern und der Dorfgemeinschaft doch verpflichtet, Gutes zu tun.


Immer höhere Kosten

Der Frohsinn der Kinder, wenn sie an der Kirchweih ihren Ballon in den Himmel schicken, oder der Spaß der Besucher am letzten verbliebenen Faschingstreiben, dem Theater-Show-Fasching, die ihre Gaudi haben, seien auch wichtige Anerkennung und Wertschätzung für die Theaterleute. Allerdings müsse man schon die stetig wachsenden Kosten für Genehmigungen, Auflagen, Gema und Musik im Blick haben. Die Kassenprüfung ergab keine Beanstandungen, wonach Kassier und Vorstandschaft für 2017 entlastet wurden.
Einen breiten Raum nahm natürlich die Jahresplanung ein. So sind von den Einsätzen für die Fahnenabordnung bis hin zum Weihnachtsmarkt wieder zahlreiche Vorbereitungen zu treffen. Große Veranstaltungen werden aber in diesem Jahr, der Heimatabend am 12. Mai, das Kindersommertheater am 4. und 5. August und das traditionelle Herbsttheater Mitte November sein. Der Heimatabend wird zu Ehren von Gabriele Freitag, der 25-jährigen Vereinsgründung und zahlreichen zu ehrenden Mitgliedern abgehalten und mit einem anspruchsvollem Programm ausgestattet.
Mit "Aladin und die Wunderlampe" setzt die Theatergruppe die Reihe Kindertheater fort. Begonnen mit der "Kleinen Hexe", fortgeführt mit dem "Räuper Hotzenplotz" und hervorragend auf die Bühne gebracht, war das letzte solche Stück "Peter Pan", auch ein ganz besonderes "Highlight" der Schwürbitzer Theatergeschichte. Nun soll also mit "Aladin" auf dem Göritzengeländer des befreundeten Vereins, den Schützen, ein weiteres Kapitel Kindertheater folgen, auf das sich nicht nur kleine Kinder und Jugendliche freuen dürfen.
Durch die große Besetzung mit 24 Sprechrollen sorgt das Stück bei zahlreichen jungen Theatermitgliedern bereits jetzt für gewisse Aufregung und Anspannung, hat die Probenarbeit für das Stück doch vor kurzem schon begonnen.
Auch schon in Vorbereitung ist das Herbsttheater, für welches momentan neue Stücke gelesen und begutachtet werden. Weihnachtsmarkt, Seniorennachmittag und Winterwanderung werden das Theaterjahr beschließen.
Dass die Theatergruppe mit ihren Aktivitäten auf dem richtigen Weg ist, bezeugen die vielen Neuanmeldungen im Verein. So sorgten verschiedene Veranstaltungen im abgelaufenen Jahr für sage und schreibe 28 neue Mitglieder, wobei das Jüngste zwei Jahre und das älteste Mitglied 95 Jahre alt ist. Die eigene Vereinszeitung "Lampenfieber" und der fehlende Platz für Requisiten, Rollenbücher und Kleidung sorgte noch für Gesprächsstoff unter dem Punkt "Wünsche und Anträge", bevor man den Abend mit einem stimmungsvollen Bilderrückblick beschloss. sam