Problemlos und zügig verlief die Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Großwenkheim im Gasthaus Sotier, zu der Vorsitzender Martin Geßner 25 Mitglieder mit einer Fläche von 578,67 Hektar begrüßen konnte.

Der Unterhalt von Feldwegen stellte den Schwerpunkt der Arbeiten dar. So berichtete Geßner, dass auf einer Gesamtlänge von rund 2900 Metern auf städtischen Feldwegen etwa 162 Tonnen Schotter und 24 Lkw-Fuhren Fräsgut von der Autobahn A 71 eingebaut wurden. Dabei waren noch verschiedene Vorarbeiten nötig. Der eingesetzte Bagger wurde von der Firma Hell zur Verfügung gestellt, überflüssiger Boden von Landwirten abgefahren. Die Kosten für das Fräsgut betrugen 1920 Euro. Die Gesamtkosten für alle Wegebaumaßnahmen 2019 beliefen sich auf 7632,37 Euro.

Von der Stadt Münnerstadt wurde der beantragte Zuschuss in Höhe von 3500 Euro genehmigt und zeitnah ausgezahlt.

Auf Antrag von Kassenprüferin Tanja Reinhard, die mit Hugo Glückert die Kasse geprüft hatte, wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Beschlossen wurde von den Jagdgenossen, dass die Versammlung jährlich über die Verwendung des Reingewinns entscheidet und dieser, wie bisher praktiziert, auf dem Konto der Jagdgenossenschaft verbleibt.

Postweg neu aufschottern

Die Jagdgenossenschaft plant in diesem Jahr zusammen mit der Waldkörperschaft, den "Postweg" auf einer Gesamtlänge von rund 1400 Metern neu aufzuschottern. Die Kosten tragen die beiden Vereine gemeinsam.

Für die Her- und Aufstellung neuer Bänke und Tische in der gesamten Flur von Großwenkheim bedankte sich Vorsitzender Geßner ganz besonders bei Karlheinz Geßner und Norbert Ziegler "für die vielen geleisteten Arbeitsstunden und die Bereitschaft, die Sitzgruppen auch weiterhin zu pflegen". Der Vorsitzende dankte auch den Holzspendern Sebastian Geßner, Bernhard Leuchs und Albert Mohr. "Unsere Flur wurde damit erheblich bereichert", freute er sich. Für die Unterhaltskosten zahlt die Jagdgenossenschaft auf Vorschlag von Norbert Rink jährlich 100 Euro an Karlheinz Geßner und Norbert Ziegler.

Biberdämme und Schweinepest

Martin Geßner informierte außerdem über den Stand des Ausbaus des Kernwegenetzes und über die aktuelle Entfernung von Biberdämmen entlang des Dorfes in Absprache mit dem Landratsamt Bad Kissingen. Eindringlich wies Geßner auf die Gefahren der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hin. Eine Bedrohung der deutschen Haus- und Wildschweine sei mittlerweile aus Ost und West gegeben. Die bisherigen Erfahrungen ergaben, dass der Mensch ein entscheidender Auslöser sei und Seuchensprünge zu verantworten habe. Insbesondere das Wegwerfen von Wurstbrötchen und Essensresten auf Parkplätzen könne zum Einschleppen der ASP führen. Sollte die ASP in Deutschland auftreten, seien für die Landwirte hohe Auflagen zu erwarten.