Schwarzwild verursachte in den letzten Monaten große Schäden an den Wiesen im Gebiet der Jagdgenossenschaft Knellendorf. Bei der Hauptversammlung berichtete Jagdvorsteher Otmar Fugmann über mehr als sieben Hektar Wiesen, die trotz des hohen Jagdrucks, den Jagdpächter Bernd Heublein nach wie vor ausübe, von den Wildschweinen verwüstet wurden. Obwohl der Jagdpächter mit 22 erlegten Wildschweinen wieder sehr erfolgreich war, ist unverändert viel Schwarzwild vorhanden und stellt ein weiterhin hohes Schadenspotenzial dar. Mit betroffenen Eigentümern und Bewirtschaftern wurde nach einvernehmlichen Lösungen gesucht, um die Schäden zu beheben und einen Teil der Aufwendungen zu erstatten. Die Jagdgenossen stimmten dem gefundenen Kompromiss zu, wonach die Jagdgenossenschaft eine Pauschale für das erforderliche Saatgut bezahlt. In dem im letzten Jahr aktualisierten Verbissgutachten wird die Verbisssituation im Bereich der Jagdgenossenschaft Knellendorf als "tragbar" eingestuft. Jagdvorsteher Fugmann äußerte die Einschätzung, dass durchaus ein nennenswerter Verbiss vorhanden sei. Mit Jagdpächter Bernd Heublein wurde der Abschussplan für Rehwild für die nächsten drei Jahre festgelegt. Fugmann hofft auf eine vollständige Ausschöpfung der Abschussmöglichkeiten und bat die Jagdgenossen, den Jagdpächter auch beim Verkauf des Wildbrets zu unterstützen.

Neben der Schwarzwildbekämpfung waren im letzten Jahr Mitglieder der Jagdgenossenschaft auch bei der Wegeinstandhaltung aktiv. Zwei größere Teilstücke von Forstwegen wurden mit Eigenleistungen, zusätzlicher finanzieller Beteiligung der Eigentümer und Zuschüssen der Stadt Kronach saniert. Stadtförster Ulrich Dautel lobte die Aktivitäten der Jagdgenossenschaft.

Bei den Neuwahlen wurde der Vorstand einstimmig wiedergewählt: Jagdvorsteher Otmar Fugmann, Stellvertreterin Elisabeth Thierauf, Beisitzer Erwin Schwarz und Josef Angles, Kassiererin und Schriftführerin Hannelore Ziegler, Kassenprüfer Johann Parnickel und Harald Welscher. red