Sorge bereitet dem Gemeinderat Kleinsendelbach der Zustand des "Schwabachstüberls" in Steinbach. Wie Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWG) berichtete, ist der bauliche Zustand sehr schlecht. Wenn nicht bald etwas zur Sanierung unternommen wird, kann es den Vereinen, die es regelmäßig nutzen, nicht mehr überlassen werden.

Da keine regelmäßige Beheizung stattfindet, macht sich immer mehr der Schimmel unter den Bänken breit. Die Toiletten müssten saniert werden, die Bodenplatte sollte gedämmt werden; kurz: Es müsste eine Generalsanierung erfolgen, so die Meinung der Räte.

Es wurde vorgeschlagen, einen Bausachverständigen mit der Auflistung der Baumängel und Schäden zu beauftragen und eine Kostenschätzung abzugeben. Einstimmig wurde Bürgermeisterin Werner damit beauftragt, einen entsprechenden Sachverständigen zu suchen, um ein Gutachten erstellen zu lassen.

Ärger mit dem Golfplatz

Beim Antrag des Golfclubs Erlangen auf Abwasserentsorgung vom Golfgelände bei Schleinhof sehen sich die Räte von den Verantwortlichen erheblich getäuscht. Bereits im April 2018 beantragte der Golfclub beim Landratsamt Forchheim eine wasserrechtliche Erlaubnis, gereinigtes Abwasser in den Schleinhofer Graben abzuleiten, da die bestehende Erlaubnis im Juni 2018 abläuft.

Clubhaus nicht am Kanal

Da keine kanalmäßige Erschließung des Clubhauses besteht, soll das anfallende Abwasser vorgereinigt werden, wofür die wasserrechtliche Genehmigung erforderlich ist. Hierzu möchte sich der Golfclub einer Kleinkläranlage bedienen. Dies sahen die Gemeinderäte in der Sitzung als kritisch an, da die Beantragung durch den Golfclub ohne die Nennung des Küchenbetriebes erfolgte.

Normalerweise, so mehrheitlich die Räte, müsste das Schmutzwasser über einen Anschluss an die Kläranlage in Pettensiedel erfolgen. Denn die Kleinkläranlage wird für circa 200 Personen als nicht ausreichend gesehen. Ebenso werden die Hinterlassenschaften in den umliegenden Wäldern und Wiesen, die als Toilette benutzt würden, beklagt.

Der Gemeinderat sieht sich nicht in der Lage, aufgrund der unbefriedigenden Situation eine gemeindliche Stellungnahme dazu abzugeben und lehnte diese einstimmig ab.

Abschlag und Ballautomaten

Für Verärgerung sorgte ebenfalls der Antrag auf Errichtung einer Überdachung für Abschlag und Ballautomaten durch den Golfclub. Der Gemeinderat sieht sich durch die Vorgehensweise des Clubs immer vor vollendete Tatsachen gestellt. Erst werde gebaut und dann stelle der Club einen Antrag auf Genehmigung. Mit 7:5 Stimmen wurde dem Vorhaben dennoch zugestimmt.

Löschwasserversorgung

Einen Sachstandsbericht zur Klärung der Zuständigkeit bei der Löschwasserversorgung gab Bürgermeisterin Gertrud Werner. Die Verwaltung hatte hierzu die aktuelle Verbandssatzung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Schwabachgruppe eingeholt und diese geprüft , berichtete Werner. Die Verwaltung vertritt dazu die Auffassung, dass es sich bei der Löschwasserversorgung um eine Gemeindeaufgabe handelt, während einige Räte hier anderer Ansicht sind, die den Wasserzweckverband in der Pflicht sehen. Werner wird sich noch einmal mit Rudi Braun vom Bayerischen Gemeindetag zwecks Zuständigkeit der Löschwasservorhaltung in Verbindung setzen.

Altes Feuerwehrhaus

Das Dach des alten Feuerwehrhauses am Kindergarten ist undicht und weist erhebliche Mängel auf, teilte Bürgermeisterin Werner mit. Das Dach müsse dringend saniert werden, da es als Lagerraum für den Bauhof dringend benötigt werde. Die Räte beschlossen einstimmig, die Firma Holz-Meixner mit der Dachsanierung in Höhe von 17 443 Euro zu beauftragen.

Schließung der Sparkasse

Die Schließung der Sparkasse in Kleinsendelbach zum 1. Mai 2019 sorgte für Verärgerung bei den Räten. An die Senioren, die vor Ort mit Bargeld sich versorgen konnten, denke niemand, äußerte sich Gemeinderat Armin Fuchs (UWK) verärgert. Befremdlich sei ebenfalls die Aussage des Sparkassenchefs, die er Bürgermeisterin Werner gegenüber geäußert habe, wenn Senioren Geld und Kontoauszüge benötigten, würde dies gerne nach Hause geliefert. Fuchs merkte an: "Da bin ich gespannt, wenn ich morgen bei der Sparkasse in Neunkirchen darum bitte, mir meine Auszüge und Geld ins Haus zu liefern, ob das klappt."

Letztendlich wurde Werner damit beauftragt, nachzufragen, ob der Geldautomat und Kontoauszugsdrucker nicht im Rathaus platziert werden könnten. Denn auch für den Defibrillator - bislang in der Sparkassen-Geschäftsstelle - müsse ein Platz gesucht werden.