Zu einem eher ungewöhnlichen Unfallgeschehen wurden die Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei am Freitag gerufen. Gegen 16.20 Uhr teilten mehrere Verkehrsteilnehmer mit, dass auf der A 73 bei Lichtenfels in Fahrtrichtung Nürnberg ein Pkw von der Autobahn "geflogen" sei. Ein 54 Jahre alter Thüringer hatte aus bislang unbekannter Ursache die Kontrolle über seinen VW verloren und war ins Schleudern geraten. Hierbei durchbrach das Fahrzeug die Außenschutzplanke und rollte einen steilen Abhang hinunter. Etwa 30 Meter unterhalb des Fahrbahnniveaus blieb der total beschädigte Wagen in einem Waldstück an einem Bachlauf stecken. Die Wucht des Unfalls zeigte sich dadurch, dass der Motorblock aus dem Auto gerissen wurde und etwa 30 Meter weiter zum Liegen kam. Durch die heißen Motorteile entzündete sich der trockene Waldboden und musste durch die Feuerwehr gelöscht werden.
Wie durch ein Wunder konnten der Fahrzeugführer und seine 58-jährige Beifahrerin mit nur mittelschweren Verletzungen geborgen und in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Bergung des Pkw gestaltete sich aufgrund der Vegetation schwierig: Durch eine Spezialfirma wurde zunächst eine Schneise in den Wald geschlagen, um das Fahrzeug abschleppen zu können.
Die gesamte Schadenshöhe wird vorläufig auf 25 000 Euro geschätzt. Für die Dauer der Unfallaufnahme und Fahrbahnreinigung kam es zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen. pol