Josef Hofbauer Der Schulhof der Realschule Ebermqnnstadt ist momentan eine große Baustelle. Mit einem Kostenaufwand von 610 000 Euro werden Pflanz- und Ruhebereiche angelegt, neue Spiel- und Fitnessgeräte aufgestellt und eine Boulderwand errichtet. Großer Wert wird dabei auf die ökologische Gestaltung gelegt. Hecken und Bäume sollen den Pausenhof aufwerten.

Irritiert zeigten sich Mitglieder des Kreis-Bauauschusses über ein Nachtragsangebot des beauftragten Unternehmens Garten Richter über 90 563 Euro. Mitarbeiter des Ingenieurbüros Barth & Nißlein aus Höchstadt/Aisch hatten argumentiert, dass sich der Baugrund als nicht tragfähig erwiesen habe. Weil der Schulhof auch für Feuerwehr-Fahrzeuge, insbesondere die große Drehleiter befahrbar sein soll müsse der Boden um einem halben Meter tiefer ausgetauscht werden, als ursprünglich vorgesehen.

"Der Boden ist tonig, schluffig und inhomogen und muss augebaut werden" hatte ein Gutachter festgestellt. Mehrkosten knapp 80 000 Euro.

Kosten sparen

Die Kreisräte Werner Wolf und Richard Gügel (beide FW) regten an, auf den Bodenaustausch zu verzichten. Sollte es doch einmal einen Feuerwehr-Einsatz an der Schule geben, müsste die Zufahrt dann halt wieder erneuert werden. "Wie oft kommt das vor?" fragte Kreisrat Georg Lang (CSU), der zu Sparmaßnahmen riet und die größere Tragfähigkeit auf die beiden Fahrspuren begrenzt wissen wollte.

"Geht nicht" bedauerte Kreisbaumeister Walter Neuner. Die Feuerwehr müsse im Schulhof wenden können. Deshalb seit der tragfähigere unterbau nahezu auf dem gesamten Schulhof-Areal notwendig. Außerdem müsse ein Lieferverkehr zur Schule gewährleistet werden Neuner sagte aber zu, er werde beim Architekten in dieser Angelegenheit noch einmal nachhaken.

"Ich hätte da schon gerne einen Beschluss", bat Landrat Hermann Ulm. Und Kreisrat Hans-Jürgen Nekolla (SPD) argumentierte: "Wäre diese Position von Anfang an im Leistungsverzeichnis gestanden, hätte da kein Mensch nachgefragt. Die Feuerwehrzufahrt sei sicherheitsrelevant, weshalb die Mehrkosten in Kauf genommen werden müssten. Das überzeugte. Einstimmig segneten die Mitglieder des Kreis-Bauausschusses die Mehrkosten ab.

Bald Glasfaser für die Schulen

Dazu gehören übrigens auch Leerrohre, die quer durch den Pausenhof verlegt werden. Sie sind notwendig, damit die Schule an das Glasfasernetz der Stadt angeschlossen werden kann. "In absehbarer Zeit", so ist es der Sitzungsunterlage zu entnehmen, wolle Ebermannstadt die Anbindung der Schulen an das Glasfasernetz realisieren. Die Leitungen sollen bis zu einem Knotenpunkt in der Straße vor dem Gymnasium und der Realschule verlegt werden.

Neben den Datenleitungen sollen auch Elektroleitungen im Pausenhof der Realschule verlegt werden. Sie sind für die Beleuchtung des Schulhofes gedacht. In diesem Zusammenhang werden zurzeit auch die Fundamente für die Mastleuchten errichtet. Die Standorte sind bereits festgelegt. Welches Fabrikat verwendet werden soll ist noch offen. Die Mehrkosten für die Leerrohre und die Elektroleitungen schlagen mit rund 17 000 Euro zu Buche