Der Abwasserzweckverband Ölsnitz/Rodachtal kann seine finanzielle Situation weiter verbessern. Wie Geschäftsleiter Daniel Hohberger in der Verbandsversammlung berichtete, seien die Schulden des Verbandes von einst 700 000 Euro auf nunmehr 30 000 Euro gesenkt worden. Dies sei auch notwendig gewesen, weil nunmehr wieder größere Investitionen anstehen und man dann auch Rücksicht auf die Umlage der beiden Mitgliedsgemeinden Geroldsgrün und Nordhalben nehmen kann.
Hohberger kündigte an, dass man bei all den notwendigen Investitionen der weit über 30 Jahre alten Kläranlage in den Folgejahren um eine Neuverschuldung wohl nicht umhin komme.
Der Haushalt mit einer Gesamtsumme von 482 500 Euro wurde einstimmig genehmigt.
Die größten Ausgabepositionen sind die Personalausgaben (106 600 Euro), der Energieverbrauch (46 000 Euro), die Klärschlammentsorgung (50 000 Euro) und die Abwasserabgabe (30 000 Euro).
Verbandsvorsitzender Helmut Oelschlegel verwies auf die im vergangenen Jahr nicht angefallenen Investitionen, welche den Haushalt 2018 entlasten. Mit dem erteilten Wasserrechtsbescheid habe man auch eine Reihe von Auflagen bekommen, welche abzuarbeiten sind. Dabei sei man mit der Planung der neuen Zulaufmessung schon weit fortgeschritten.
Walter Brandner vom Planungsbüro SRP meinte, dass man die Zuflussmessung bis Mitte des Jahres abgeschlossen haben muss. Die Gebläse im Belebungsbecken sind nach der Reduzierung der Einwohnermesswerte auf 6000 überdimensioniert und müssen bis Ende des Jahres entsprechend angepasst werden. Damit könne auch eine Energieeinsparung erreicht werden. Bis Ende des kommenden Jahres sei zudem eine Studie über die Möglichkeiten der Klärschlammenentsorgung vorzulegen.
Verbandsvorsitzender Helmut Oelschlegel berichtete von einem Schaden an der Rechenanlage, der mit 2500 Euro zu Buche schlug. Auch ein Frequenzumrichter sei defekt gewesen, weshalb man diesen zum Preis von 5600 Euro ersetzten musste.