Der Elefantenschädel im Biosaal des MGF-Gymnasiums ist auch nicht mehr der jüngste. Er bröselt und bröckelt, und der Knochen wird dünn. Seit circa 50 Jahren dient der Kopf als Anschauungsobjekt im Biologieunterricht.

Workshop am Fraunhofer-Institut

Der Elefantenschädel soll auch für künftige Schülergenerationen erhalten bleiben - mithilfe von Digitalisierung und Rekonstruktion von Teilen durch 3D-Druck. Daran arbeitet die Junior-Ingenieur-Akademie des MGF. Das sind technikbegeisterte Schüler, die jetzt bei der Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation an der Universität Bayreuth die Daten für die Digitalisierung aufbereiteten.

"Wir waren mit 16 Schülern, einem Mädchen und 15 Jungs, der Junior-Ingenieur-Akademie in Bayreuth. Der Workshop kam sehr gut an", sagte Mathematik- und Physiklehrer Wolfgang Lormes. Nach seinen Worten geht es hier darum, Schüler in der Mittelstufe für die sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.

Unterricht am Nachmittag

Deutschlandweit, so Lormes, gibt es nur 99 Junior-Ingenieur-Akademien, die von der Telekom-Stiftung gefördert werden. "Über vier Semester machen wir einmal wöchentlich zusätzlichen Nachmittagsunterricht mit einem passenden Lehrplan."

In Bayreuth wurden die Gäste und der Elefantenschädel von einem Kulmbacher betreut: von Bernd Rosemann. Der Wissenschaftler von der Fraunhofer-Projektgruppe erklärte den Schülern die Aufgabenstellung.

Jede Menge Klebepunkte

Damit die Kamera des Scanners das Objekt korrekt erfassen und berechnen konnte, hatten die Schüler viel zu tun: Der Elefantenschädel musste überall mit 5 x 5 Millimeter großen Klebepunkten versehen werden. Die gewonnen Daten wurden dann am PC nachbearbeitet und stehen nun zur Verfügung, um im 3D-Drucker Implantate oder Teilelemente herzustellen.