Bei der Hauptversammlung der Jagdgenossenschaft Waldau berichtete Jagdvorsteher Helmut Erlmann von der Instandhaltung der Waldwege. Neben Fräsgut aus Fichtelhof wurden dabei auch 60 Tonnen gekaufter Schotter eingebaut. Als eine für Waldau bemerkenswerte Jagdstrecke nannte Vorsteher Erlmann 18 im Revier erlegte Wildsauen.
Auf einstimmigen Beschluss des Vorstandes wurde ein landwirtschaftlicher Wirtschaftsweg für den Durchgangsverkehr gesperrt. Dieser Querweg hinter den südlichen Hofzügen sei vielfach als Abkürzung zu den Backerweihern missbraucht worden, berichtete Erlmann voller Entrüstung.
Ein Seminar über die "Lebensraumverbesserung für Niederwild" habe er zusammen mit Christian Schoberth in Himmelkron besucht. Dabei wurden Blühflächen als Rückzugsbereiche für das Wild sehr positiv hervorgehoben. Im Waldauer Revier hätten Gerhard Dörfler und Edwin Hartmann jeweils drei Hektar Blühflächen angelegt.
Als Schreckgespenst, nicht nur für die Jagdgenossenschaften, bezeichnete Erlmann die Afrikanische Schweinepest. Deren Ausbreitung gelte es zu verhindern.
Zum Schutz für das Niederwild bat er die anwesenden Landwirte, das Mulchen der verkrauteten Flächen nicht zu früh durchzuführen. Ein Verbissgutachten steht in diesem Jahr auch wieder an, da wird man sich wohl auf eine geringfügige Erhöhung des Abschussplanes einstellen müssen.


Pachtgeld wird ausgezahlt

Für die Verwendung des Jagdpachtschillings stellte Helmut Erlmann den Antrag, das Geld zur Auszahlung und für den Wegebau zur Verfügung zu stellen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Als Termin für die Auszahlung wurde der 22. April von 10 bis 12 Uhr im Waldauer Bürgerhaus vereinbart und bekanntgegeben.
Gemeinderat Georg Waldmann überbrachte die Grüße der Gemeinde Neudrossenfeld und dankte für die in der Jagdgenossenschaft geleistete Arbeit. Streitigkeiten über Wildschäden gelte es zu verhindern, weil das nur die Kassen strapaziere. Im Trebgaster Hegering, so berichtete der passionierte Jäger Georg Waldmann, seien mit 227 Wildsauen und nur 168 Wildhasen erstmals mehr Sauen als Hasen erlegt worden.
Jagdpächter Horst Fuchs sagte, das vermehrte Auftreten der Wildschweine sei auch im Waldauer Jagdrevier eine große Herausforderung. Bei fünf Drückjagden und gezieltem Ansitz konnte ein gutes Jagdergebnis erzielt werden. Vom Wildschaden sei man aber trotzdem nicht verschont geblieben. Die Schadensregulierung konnte dankenswerterweise immer im guten Einvernehmen beglichen werden. Seinen Mitjägern dankte Jagdpächter Horst Fuchs für die gute Unterstützung.
Hans Häußinger wollte wissen, wie es mit der Aktualität des Waldauer Jagdkatasters aussieht. Bedingt durch die Flurbereinigung, so erläuterte Jagdvorsteher Helmut Erlmann, hat sich da vieles verändert, was erst mit dem Vollzug im Grundbuch bereinigt werden kann. Was die sonstigen Flächenveränderungen betrifft, da sei das, was ihm offiziell gemeldet worden ist auch eingearbeitet. eh