Acht Kickboxer des Eberner Sportstudios Schorn haben sich bei den German Open in München der starken Konkurrenz gestellt. 997 Meldungen aus zwölf Nationen, aus Österreich, Belgien, Kroatien, Tschechien, Deutschland, Ungarn, Italien, Lichtenstein, Polen, der Slowakei, der Schweiz und der Ukraine waren eingegangen. Die Kampfsportler aus dem Eberner Kickboxstall schlugen sich in dem internationalen Feld prächtig. Einmal Gold für Alea Genslein, dreimal Silber und einmal Bronze sind eine stolze Ausbeute. Nach der Aufnahme in den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sind diese German Open die einzige international anerkannte deutsche Meisterschaft im Kickboxen.
In der Jugend-Newcomer-Klasse bis 145 cm wuchs Luca Bäuerlein über sich hinaus und sicherte sich den dritten Platz. Für Alea Genslein - Jugend Newcomer bis 165 cm - war der Gewinn der German Open in ihrer noch jungen Karriere der bisher größte sportliche Erfolg. Sie steigerte sich von Kampf zu Kampf. Obwohl sie teilweise nach den ersten Runden zurücklag, drehte sie mit ihrem enormen Einsatz immer wieder die Kämpfe. Im Auftaktkampf ließ sie mit 10:0 Punkten gegen eine Lichtensteinerin nichts anbrennen. Weitaus enger ging es im zweiten "Gefecht" zu, das sie mit 10:8 gegen Gülsü Kuzu aus Baden-Baden für sich entschied, während sie das Finale gegen Diana Schmidt aus Amberg mit 20:17 gewann.
Bei der Jugend B bis 32 kg zählte Jule Greul mit zu den Titelaspirantinnen in München. Sie wurde in eine enorm starke Gruppe gelost. Gleich zum Auftakt traf sie auf die österreichische Nationalkämpferin Anna Schmidl, der sie in der Verlängerung mit 6:7 unterlag. Schmidl gewann auch diese Gewichtsklasse.
Sein bestes Turnier seit langem bestritt Stefan Güßbacher in der Masterclass bis 84 kg. Der Eberner besiegte im Halbfinale mit zehn Punkten Unterschied (Technischer K.o.) den Belgier Mario de Chlippeleier, ehe er im Finale auf den Nationalkämpfer Nino Lavecchia traf. In einem spannenden Kampf unterlag er, ähnlich wie seine Mannschaftskollegin Jule Greul, knapp mit 12:13 Punkten, doch auch Platz 2 ist für ihn ein stolzer Erfolg.
Jan-Uwe Sauerteig - Jugend Newcomer bis 155 cm - musste gleich im Auftaktkampf die Segel streichen. Er hätte vielleicht mehr aus sich herausgehen können, kämpfte zu defensiv.


Wieder ein knapper Ausgang

Darius Strätz - Jugend A bis 69 kg - gewann alle seine Vorkämpfe. Im Finale traf er auf den österreichischen Nationalkämpfer Tobias Jantscher. Bei ihm lief es ähnlich wie zuvor bei Greul und Güßbacher. Auch er unterlag mit einem Zähler (13:14) im entscheidenden Fight. Er hatte sich jedoch während des Kampfes verletzt und konnte nicht mehr richtig schlagen. Die vorläufige Diagnose lautete "Muskelfaserriss im Brustmuskel".
Jannik Viessmann (Jugend Newcomer bis 135 cm) zeigte eine ordentliche Leistung und führte auch zeitweise nach Punkten. Erst als er seine Technik und Taktik nicht mehr befolgte, entschied sein Gegner mit einem Mehrpunkt den Kampf für sich.
Johanna Zeitler, eins der Aushängeschilder des Eberner Kickboxteams, musste ihre Kämpfe in der starken Damenklasse bis 60 kg bestreiten. Ihre Vorkämpfe entschied sie klar für sich. Im Finale stand ihr die deutsche Nationalmannschaftskämpferin Carolin Sumski gegenüber. In einem mitreißendem Kampf wechselte die Führung hin und her. Doch am Ende stand auch diesmal nicht das Glück auf Eberner Seite. Mit 13:14 musste sich Johanna Zeitler mit Silber begnügen, doch war es auch für sie in dieser stark besetzten Klasse ein toller Erfolg. Trotz mehrerer knapper Niederlagen in den Finals zeigte sich Coach Jürgen Schorn mit den Leistungen seiner Eberner Schützlinge sehr zufrieden. di