von unserem Redaktionsmitglied 
Matthias Einwag

Altenbanz — Man muss nicht gleich eine Exkursion in die Alpen unternehmen, es genügt schon, einen Wanderweg neu zu entdecken: Der Maximilianspfad im Banzer Wald wurde jüngst von Stadtrat Werner Freitag (SBUN) ehrenamtlich von störender Vegetation befreit und ist nun auf rund 2,5 Kilometern wieder gut begehbar.
Der Maximilianspfad schlängelt sich an den Abhängen der Banzberge entlang. Trittsicher sollten die Wanderer schon sein, die diesen schmalen Weg benutzen, und für einen Kinderwagen ist er auch nicht geeignet. Am Wegesrand ragen Eisensand steinfelsen hervor. Jetzt, im Frühsommer, blüht der Fingerhut, und ehemalige Steinbrüche prägen das Bild. Wenn man nicht wüsste, wo man sich befindet, könnte man angesichts der steil abfallenden Hänge auf eine wildromantische Klamm im Voralpenland tippen, so außergewöhnlich und naturbelassen ist das Terrain.

Eine Alternative zum Staffelberg

"Für mich ist es der schönste Wanderweg im Banzer Wald, wenn nicht einer der schönsten im ganzen Staffelsteiner Stadtgebiet", sagt Werner Freitag, der gerade dabei ist, den Weg zu beschildern. Ihm ist es wichtig, den Urlaubern und Kurgästen, aber auch den Einheimischen, Alternativen zum oftmals überlaufenen Staffelberg aufzuzeigen: "Wir haben mehr zu bieten als den Staffelberg." Von seinem Wohnort Stadel aus nutzt der begeisterte Sportler diesen Weg gern zum Laufen. Mountainbiker sollten den Weg jedoch meiden - zum einen, weil es nicht ungefährlich ist, auf dem stark abfallendem Hangweg zu fahren, zum anderen, weil der Weg durch die Stollenreifen schnell beschädigt würde.
Sebastian Huth vom Herzoglich Bayerischen Forstgut Banz gab gern seine Zustimmung, den alten Weg neu auszuschildern. Der Förster bittet die Wanderer aber im Interesse des Wildes darum, auf dem Weg zu bleiben, weil dieser durch sehr sensible Abschnitte mit großen Dickungsbereichen führe.
Wer den Maximilianspfad begehen möchte, der kann dies von Banz oder von Altenbanz aus tun. Die beiden Orte bieten sich schon wegen der Gaststätten an, die es dort gibt.
Wer von Altenbanz aus "einsteigen" möchte, benutzt zunächst die asphaltierte Herzogstraße in Richtung Unnersdorf bis zum Beginn des Karlspfades, der ausgeschildert ist. Von hier aus geht's bergauf bis zur Roten Marter, einer signifikanten Kreuzung mitten im Banzer Wald. Der Wanderer wendet sich nun nach rechts und geht bis zum Pflockers-Kreuz, das neben einer Waldweggabelung steht. An einem markanten, etwa fünf Meter hohen, abgestorbenen Baum beginnt der eigentliche Maximilianspfad. Durch ein natürliches Tor aus Sträuchern wird der Wanderer hineingeleitet in den kühlen Wald.
Von hier aus schlängelt sich der Weg etwa zweieinhalb Kilometer an den Hängen der Banzberge entlang in Richtung Kloster Banz. Der Pfad ist sehr schmal, und der Wanderer sollte an manchen Stellen schwindelfrei sein. Höhenunterschiede sind auf dem Pfad kaum zu überwinden. Es empfiehlt sich, eine detaillierte Wanderkarte mitzunehmen oder sich via GPS leiten zu lassen, um nicht versehentlich auf dem Planetenweg zu landen und in den unendlichen Weiten des Banzer Waldes in andere Galaxien abzudriften.