Einstimmig verabschiedet hat der Gemeinderat Schönbrunn die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan und Stellenplan für das Haushaltsjahr 2019. Bürgermeister Georg Hollet (BBL) gab den Räten einen groben Überblick über die finanziellen Verhältnisse der Gemeinde. Anschließend stellte der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Burgebrach, Klaus Dorsch, den Haushaltsplan für 2019 vor.

Der Gesamthaushalt beläuft sich auf 5,1 Millionen Euro, davon entfallen 2,6 Millionen auf den Verwaltungshaushalt und 2,5 Millionen auf den Vermögenshaushalt.

Der Haushalt ist ausgewogen. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer betragen rund 216 000 Euro. Die Einnahmen aus den Grundsteuern mit rund 143 000 Euro sowie die Schlüsselzuweisung mit 733 000 Euro können als stabil bezeichnet werden. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer ist mit gut einer Million Euro um 52 000 Euro höher als 2018. Trotz der zu erwartenden Senkung der Kreisumlage müssen voraussichtlich mit insgesamt 667 000 Euro rund 13 000 Euro mehr als im Vorjahr an den Landkreis abgeführt werden. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt, die sogenannte "freie Finanzspanne", beträgt ähnlich wie im Vorjahr circa 467 000 Euro.

Die finanziell größte Maßnahme für die Gemeinde ist die geplante Erweiterung der Kita St. Franziskus um zwei Krippen-Gruppen. Die Gesamtkosten, verteilt auf zwei Jahre, betragen rund 1,1 Millionen Euro. Hierfür werden an Investitionszuweisungen vom Freistaat insgesamt rund 500 000 Euro erwartet.

Dorferneuerung in Frenshof

In diesem Jahr werden noch 207 000 Euro für den Abschnitt "Neubau des Dorfgemeinschaftshauses" im Gemeindeteil Frenshof zur Zahlung fällig. Hierfür stellt das Amt für ländliche Entwicklung im Rahmen der Dorferneuerung voraussichtlich insgesamt 168 000 zur Verfügung. Für die Schaffung eines Stellplatzes gewährt der Freistaat einen Zuschuss in Höhe von 57 750 Euro.

Auch für den Bau eines Feuerwehrgerätehauses im Gemeindeteil Steinsdorf wurden 10 000 Euro vorerst nur für Planungskosten veranschlagt. Der Bau selbst soll in den Finanzplanungsjahren ab 2020 durchgeführt werden, ebenso wie die Renovierung der Kapelle.

Für die Generalsanierung der Grundschule Schönbrunn fallen noch Restkosten in Höhe von 29 500 Euro an.

An die VG-Burgebrach sind für die Optimierung der EDV-Anlage in der Verwaltung 5000 Euro und für die Ersatzbeschaffung eines Bauhoffahrzeuges 8400 Euro zu entrichten.

Für die energetische Sanierung des Schönbrunner Rathaus sind 50 000 Euro für 2019 und weitere 100 000 Euro für das Jahr 2020 eingeplant.

Für den Neubau des Feuerwehrgerätehaus Schönbrunn fallen noch Restkosten in Höhe von 12 000 Euro an. 57 000 Euro wurden für die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens der FW Schönbrunn eingestellt, die Beschaffung wird mit einem staatlichen Zuschuss von 13 100 Euro unterstützt.

Geld für Baugebiete

Für einen neuen Gehweg von der Oberen Schloßleite zur Winterleite sind 50 000 Euro vorgesehen. Aus dem Verkauf eines Bauplatzes im Baugebiet Bremi II sind noch 55 000 Euro zu erwarten. Für ein weiteres Baugebiet im Bremi II wurden Planungskosten für Kanal und Straße von 60 000 Euro eingestellt. Um auch in Zukunft Baumöglichkeiten zu schaffen, wurden für die Erschließung des Neubaugebietes in Steinsdorf 450 000 Euro eingestellt. Bei der Veräußerung der Grundstücke fließen diese wieder in die Gemeindekasse. Für die Gestaltung des Dorfplatzes in Frenshof wurden 15 000 Euro bereitgestellt. Der Ausbau der Ortsdurchfahrt von Steinsdorf im Rahmen der Dorferneuerung ist abgeschlossen. 69 000 Euro sind noch an Restzuschüssen vom Staat zu erwarten.

Für den Ausbau der Ortsdurchfahrt in Steinsdorf im Zuge der St 2279 wurden 40 000 Euro zur Planung der Tiefbauarbeiten-Regenwasserkanal veranschlagt. Für die Dorferneuerung Grub wurden 28 000 Euro für den Erwerb von Grundstücken aufgewendet.

Noch mehr Breitband

Schließlich soll auch die Breitbandversorgung in verschiedenen Gemeindeteilen weiter ausgebaut werden. Die voraussichtlichen Kosten in Höhe von 145 000 Euro werden mit 70 Prozent gefördert.

Die Investitionen können durch eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage von 680 000 Euro ausgeglichen werden.

Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde wird von bisher 371 Euro zum Jahresende 2019 auf 314 Euro weiter gesenkt werden können.