Mit dem vierten Verfahren, dem so genannten Höfebonus, werden die noch fehlenden Anwesen mit einem Anschluss an das Glasfasernetz versorgt. Wie die Stadt Ebern mitteilte, erhalten damit auch die restlichen 190 Haushalte einen Anschluss, die in den bisherigen Ausbauprogrammen und Förderprogrammen vom Land noch nicht mit schnellem Internet im Stadtgebiet versorgt werden konnten.

Mit Fertigstellung dieses Ausbaus verfügt das gesamte Stadtgebiet mit allen Anwesen in der Stadt Ebern dann über schnelles Internet mit mindestens 30 MBit/s, erwartet Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD). Laut Telekom, die den Ausbau übernimmt, können die Nutzer dann mit einer Höchstgeschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde Daten herunterladen, was das Ansehen von Filmen oder das Videospielen erleichtern soll. Beim Heraufladen von Dateien stehen bis zu 500 MBit/s zur Verfügung.

Zwölf Gebiete betroffen

Die Telekom wird im Rahmen des Ausbaus über 14 Kilometer Glasfaserkabel und neun neue Glasfaser-Netzverteiler aufstellen. Die Leitungen gehen direkt in die betroffenen Häuser, die Signale werden optisch übertragen. "Mit dieser Technik versorgen wir Gebäude in den Gebieten Albersdorf, Bischwind am Raueneck, Ebern, Eyrichshof, Fischbach, Gemünd, Hetschingsmühle, Lützelebern, Ruppach, Ruppachsmühle, Sachsenhof und Sandhof", sagt Thomas Weigand, kommunaler Ansprechpartner im Bereich Deutsche Telekom/Technik.

Die Telekom steige nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Parallel wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt, die die Bauarbeiten übernimmt, Material bestellt und Baugenehmigungen einholt. Sobald alle Leitungen verlegt und Verteiler aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung der Eberner Haushalte ans Netz der Telekom. Anschließend können die Kunden die neuen Anschlüsse buchen.

"Für den Anschluss an das schnelle Netz brauchen wir eine Einverständniserklärung mit Unterschrift des Eigentümers. Sonst dürfen wir sein Haus nicht mit Glasfaser anschließen", erklärt Regionalmanager Andreas Rudloff. Die Telekom kontaktiere die Eigentümer, sobald die Kommune die notwendigen Kontaktdaten weitergegeben habe. red