Der elfjährige Tom Koch aus Bad Staffelstein interessiert sich für Fische. Deshalb hat der Junge auch am Pfingstferienprogramm der Stadt teilgenommen, bei dem die Schauforellenzucht Hopfengartenquelle in Serkendorf besucht wurde.
Im letzten Jahr waren es 20 Kinder, die sich für Fische interessierten. In diesem Jahr war die Zahl deutlich kleiner. Deswegen aber die Veranstaltung absagen, kam für Rainer Müller nicht in Frage. "Wenn man Angeln geht, dann sieht man nur wenige Fische", begründet Tom Koch sein Interesse an der Veranstaltung. "Hier kann man sich die Fische genauer anschauen."


Elf Teiche

In der Schauforellenzucht Hopfengartenquelle nimmt sich Pächter Rainer Müller Zeit für eine Führung über das Gelände und zeigt auch seine beiden Räucheröfen. "Morgens noch im Wasser, mittags auf dem Tisch. Das verstehen wir unter frischen Fisch", sagt Müller. In elf Teichen werden vom Brütling und bis zum genussfertigen Fisch alle Schritte durchlaufen. Bis es aber soweit ist, vergehen schon einige Monate. Der erste Weg führt zu den Brütlingen, die erst noch kräftig wachsen müssen. Ihr Startgewicht liegt zwischen 1,5 und drei Gramm. Dann sind die "jungen Wilden" an der Reihe, hier dürfen die Teilnehmer des Ferienprogramms die Fische auch füttern. Kaum haben diese mitbekommen, dass Futter in Anmarsch ist, brodelt das Wasser als ob es kochen würde. Das Futter enthält nach Auskunft von Müller Vitamine, Spurenelemente und Fette.
Wie schon der Name Hopfengartenquelle verrät, kommt das Wasser für die Teiche nicht aus der Wasserleitung, sondern speist sich aus vier Quellen. Darunter auch die ehemalige Trinkwasserquelle der Stadt Bad Staffelstein.


Saiblinge und Forellen

Bei Wassertemperaturen von neun bis zwölf Grad wachsen in den verschiedengroßen Teichen Saiblinge, Bach-, Regenbogen- und Lachsforellen zu leckeren Speisefischen heran. Eine Besonderheit sind die Bachsaiblinge. Eine Fischart, die vom nordamerikanischen Kontinent stammt.
In der Schauforellenzucht Hopfengartenquelle werden alle Teiche mit Netzen gesichert, um sie vor Fischräubern zu schützen. Demnächst, spätestens aber im nächsten Jahr möchte Müller einen Fischlehrpfad bauen, bei dem Besucher alles über Fische erfahren können.
Schließlich ist es so weit: Die Türen der beiden Räucheröfen werden geöffnet. Dabei unterscheidet Müller zwischen dem Garvorgang und dem eigentlichen Räuchern. Zunächst werden die Fische etwa 30 bis 40 Minuten mit Erlenholz gegart, um anschließend bei 80 bis 110 Grad mit Buchenspänen geräuchert zu werden. Ein Vorgang, der rund eine Stunde in Anspruch nimmt. Am Ende des Besuches in der Schauforellenzucht Hopfengartenquelle gibt es noch ein leckeres Eis.