"Kunst darf alles, nur nicht langweilen", macht sich Alexander Czoppelt ein bekanntes Zitat zu eigen. Nein, langweilen werden sich die Besucher der "Scheunengalerie" bestimmt nicht. Sie dürfen gespannt sein, schon weil der Ausstellungsort so ungewöhnlich ist.
Das Künstlerduo Alexander Czoppelt und Friedrich Kleinlein präsentiert seine Bilder in einer ehemaligen Scheune. Selbst ein früherer Hühnerstall konnte zu einem "grafischen Kabinett" umgewandelt werden.
Eine "Stallgalerie", in einem uralten Kuhstall eingerichtet, dürfte nicht nur originell, sondern auch einmalig sein. Ein weiterer Raum wurde als Refugium für Aquarell-Bilder genutzt. Das alles können kunstinteressierte Besucher selbst begutachten: Czoppelt und Kleinlein laden am Samstag, 7. Oktober, um 17 Uhr zur Vernissage in ihr neues Domizil in Burghaslach, Alte Schulstraße 6, ein. "Magie der Bilder" haben sie die Ausstellung überschrieben. Gezeigt werden - in einer großen thematischen Spannbreite - Gemälde, Aquarelle, Grafiken und Wandbilder, die in den letzten Jahren entstanden sind. Die Idee kam den beiden Künstlern nach ihrem Einzug im April dieses Jahres. Schon lange hatten sie nach einer Möglichkeit gesucht, ihren außergewöhnlich großen Fundus an selbst geschaffenen Bildern sicher, sinnvoll und überschaubar unterzubringen.


Über 1000 Werke sortiert

Mit dem Kauf des Grundstücks in Burghaslach, auf dem auch zwei große Scheunen standen, bot sich die Möglichkeit, das Gros von mehr als tausend Bildern, Grafiken und Aquarellen, die im Laufe von drei Jahrzehnten entstanden waren, unterzubringen und zu sortieren. Eine Auswahl der Werke sollte für eine Bildergalerie in einer der Scheunen zusammengestellt werden. Natürlich galt es, an den alten Gebäuden einiges zu verändern, zu ersetzen oder neu zu schaffen. "Aber was tut man nicht alles, um der Kunst das gebührende Ambiente zu verschaffen", sagt Czoppelt, der als Autor auch schon mehrere Bücher veröffentlich hat. Dass Vielseitigkeit nicht nur das Leben lebenswerter, sondern auch die Kunst interessanter macht, dürfte auf den Bilderreigen in der Scheunengalerie durchaus zutreffen.