Mit der Einweihung des Schaeffler Hub for Advanced Research (SHARE) an der Southwest Jiaotong University (SWJTU) im chinesischen Chengdu hat das Herzogenauracher Unternehmen seine weltweite Präsenz an Hochschulen erweitert. Die Kooperation mit einer der weltweit bedeutendsten Universitäten für den Bereich "Railway Engineering" dient der Forschung und Entwicklung von Radsatzlagern für Schienenfahrzeuge, heißt es in einer Pressemitteilung. Bereits 2016 unterzeichnete Schaeffler mit der Universität eine Kooperationsvereinbarung über die Einrichtung eines gemeinsamen Forschungslabors.
"Die Herausforderungen für die künftige Mobilität außerhalb der Städte sind enorm, da der interurbane Verkehr stark zunimmt. Mit unserer Kompetenz in der Herstellung von Lagern für den Schienenverkehr ist Schaeffler seit mehr als 100 Jahren in der Branche tätig. Die Kooperation mit der SWJTU ermöglicht uns, neue Lösungen für die interurbane Mobilität von morgen zu schaffen. Wir bringen die Forschungskompetenz der Universität mit unserer Mechatronik-Kompetenz und unserer Expertise bei Systemen zur vorausschauenden Instandhaltung von Radsatzlagern zusammen", sagte Peter Gutzmer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Technologie der Schaeffler AG, anlässlich der Eröffnungszeremonie. Professor Gutzmer wird zudem zukünftig als Gastprofessor an der SWJTU tätig sein.
SHARE at SWJTU ist damit Teil des globalen Innovationsnetzwerks von Schaeffler - neben den Company on Campus-Konzepten SHARE at FAU (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), SHARE am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) und des kürzlich eröffneten SHARE at NTU (Nanyang Technological University, Singapur). Die verschiedenen Kooperationen decken die Zukunftschancen ab, die Schaeffler für sich definiert hat. So konzentrieren sich SHARE at FAU auf Digitalisierung und Produktionsprozesse, SHARE am KIT auf Elektromobilität und Leichtbau, SHARE at NTU auf individuelle Mobilität in den Städten und nun SHARE at SWJTU auf die interurbane Mobilität, speziell den Schienenverkehr.
Perspektivisch erwarten sowohl Schaeffler als auch die SWJTU, dass die Kooperation über die laufenden Forschungsprojekte hinausgehen und auch Bereiche wie den akademischen Austausch sowie die Talententwicklung umfassen wird. red