In Deutschland erkranken etwa 11 000 Menschen pro Jahr an einer Form von Blutkrebs. Um Betroffenen die schnellst- und bestmögliche Behandlung bieten zu können, hat es sich der Verein "Hilfe für Anja" zur Aufgabe gemacht, durch zahlreiche Aktionen finanzielle und auch physische Spender zu finden.
Zusammen überreichten die Vertrauensleute der IG Metall und die Jugendvertretung des Schaeffler-Standorts Herzogenaurach dem Verein eine Spende in Höhe von 1000 Euro. 700 Euro hatte die IG Metall im Zuge einer Beschäftigtenbefragung bei Schaeffler gesammelt, die übrigen 300 Euro - der Erlös der Tombola der letztjährigen Azubi-Weihnachtsfeier - steuerte die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) bei.
Bewegt von der tollen Aktion des Vereins "Hilfe für Anja" ließen sich während der Spendenübergabe fünf Mitglieder der JAV spontan vor Ort typisieren. Bei einer Typisierung werden zwei Wattestäbchen auf den Wangeninnenseiten etwa 30 Sekunden lang gerieben, so dass sich genügend Zellen auf der Watte absetzen. Danach können die von den Zellen ausgewerteten Eigenschaften in eine weltweite Datenbank eingespeist werden.
Inzwischen konnte der Typisierungsverein insgesamt etwa 3500 Schaeffler-Mitarbeiter in die Datenbank ZKRD aufnehmen. Da jede im Labor getätigte Typisierung knapp 50 Euro kostet, die weder von Krankenkassen noch von öffentlichen Einrichtungen bezahlt wird, sind Spenden ein wichtiger Bestandteil für die Finanzierbarkeit dieser Maßnahme, die Leben retten kann.
Organisator der Aktion bei Schaeffler in Herzogenaurach war Betriebsrat Norbert Lamm: "Jede einzelne Veranstaltung, die auf diese ernste Thematik aufmerksam macht, ist für die Betroffenen und Angehörigen wichtig." Weitere Infos unter: www.hilfe-fuer-anja.de. red