Arkadius Guzy

Mehr als zwei Monate nach dem Starkregen Ende Mai sind noch nicht alle Flutschäden beseitigt. Vorrang hatten zunächst die Hauptschäden wie an der Ortsdurchfahrt in Reith. Die Marktgemeinde hat bisher schon mehrere Tausend Euro für die Reparaturarbeiten ausgegeben.
In den ersten knapp zwei Wochen nach dem Starkregenereignis war die komplette Bauhofmannschaft unterwegs, wie Bernd Wald von der Gemeindeverwaltung erklärte. Laut bisheriger Schadensbilanz der Gemeinde sind 200 Arbeitsstunden für den Bauhof angefallen. Das entspricht einem Gegenwert von rund 9000 Euro. Dazu kommen noch ungefähr 10 000 Euro für Baggerarbeiten. Außerdem hat die Gemeinde beschlossen, die Kosten für die mehr als 40 Feuerwehreinsätze zu übernehmen und den Betroffenen nicht in Rechnung zu stellen. Um alle Schäden zu erfassen, soll es im September einen Termin mit den Ortsbeauftragten und Vertretern der Jagdgenossen geben, wie Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/Freie Wähler) informierte.
Die kommunale Allianz "Kissinger Bogen", in der die Gemeinden Bad Bocklet, Burkardroth, Nüdlingen und Oberthulba sich absprechen und zusammenarbeiten, will künftig die Auswirkungen solcher Starkregenereignisse begrenzen. Zu diesem Zweck soll ein sogenanntes Sturzfluten-Risikomanagement eingerichtet werden. Dieses umfasst die Analyse der Gefährdungslage und Risikostellen sowie die Ausarbeitung von Schutzvorkehrungen.
Laut Nicole Wehner, Geschäftsleiterin in der Verwaltung von Oberthulba, ist das Sturzfluten-Risikomanagement für Oberthulba mittlerweile ausgeschrieben. Bis Anfang September können Fachbüros ihre Angebote einreichen. Dabei muss jede der vier Mitgliedsgemeinden des "Kissinger Bogens" den Auftrag für sich ausschreiben.
"Das Thema ist auch für die Büros relativ neu", erklärte Wehner. Das sei an den zahlreichen Nachfragen, die die Büros gestellt hätten, deutlich geworden. Die Gemeinden des "Kissinger Bogens" bekommen für die Erstellung ihrer Konzepte finanzielle Unterstützung. Die Fördersumme für Oberthulba beträgt 150 000 Euro.