Die Kapelle Steinsdorf hat eine lange Geschichte: Wie in den Chroniken zu lesen ist, wurde der Bau der Kapelle bereits im Jahre 1884 unter Bürgermeister Andreas Krug angedacht - bis zu ihrer Fertigstellung sind Jahre vergangen. Am 25. Oktober 1893 segnete Pfarrer Herold den Kapellenbau. 1905 wurden eine Maria Lourdes Statue und der Kreuzweg eingeweiht, und am 19. Mai 1909 konnte Pfarrer Herold endlich die Kapelle in ihrer Gesamtheit segnen. Zurzeit ist die Kapelle, die unter Denkmalschutz steht, in einem baulich schlechten Zustand. Für die Gemeinde ist die Sanierung eine Pflichtaufgabe, da die Kapelle in Gemeindehand ist.

Umfang der Sanierung

Architektin Patricia Hanika aus Schlüsselfeld erläuterte in der Sitzung den Umfang der Sanierungsmaßnahmen. Über Fenster und Türen sind Risse, die primär im Zusammenhang stehen mit dem Glockengeläut. Undichte Fenster, feuchtes Mauerwerk und Schäden am Dach haben die Substanz geschädigt. Die Turmhaube mit Schieferbedeckung muss erneuert werden. Der Hausbock hat sich im Gebälk eingenistet und muss bekämpft werden. Im Dachstuhl sind Zimmerarbeiten notwendig. Auch ein neuer Außenanstrich ist vorgesehen. Es fallen Kosten von circa 104 500 Euro ohne das Glockengeläut an. Die Verwaltung soll abklären, ob es für diese notwendigen Restaurierungsmaßnahmen der Kapelle Fördermittel gibt, sagte Bürgermeister Georg Hollet (BBL).

Stellschraube der Energiewende

Weiter beschäftige die Ratsmitglieder die energetische Sanierung des Rathauses. Wie Hollet in einer der letzten Sitzungen mitteilte, gilt die energetische Gebäudesanierung als eine Stellschraube der Energiewende und als grundlegendes Konzept zum Klimaschutz. Um das Rathaus für die Zukunft fit zu machen, strebt die Gemeinde eine energetische Sanierung an. Unter Mitwirkung der Klimaallianz des Landkreises Bamberg stellte Markus Brautsch vom Institut für Energietechnik Amberg/Weiden den Räten die Vorgehensweise und das Modell für Kommunale Energiekonzepte- und Energieentwicklungspläne vor.

Zuerst wird ein "Energetischer Ist-Zustand" (beheizte Fläche, Heizung-Brennstoffe, Bewertung der Gebäudehülle, Betrachtung der Gebäudehülle festgestellt. Danach werden Infrarotaufnahmen angefertigt, um Schwachstellen der Gebäudehülle signifikant zu ermitteln. Weiter können die Wärmedämmung, Energieversorgung, Berechnung und Einsparung von Energiekosten und der Wärmebedarf betrachtet werden.

Das Einsparpotenzial im Gebäudesektor resultiert nicht allein aus einem zu hohen Energieverbrauch, sondern ist auch einer veralteten Heizungstechnik geschuldet, sowie einer mangelnden Wärmedämmung des Gebäudes selbst. Für ein "Energetisches Sanierungskonzept nach Bafa" kann die Kommune bis zu 80 Prozent Fördermittel erhalten, sagte Brautsch. Das IFE bekam mehrheitlich von der Gemeinde den Auftrag, ein "Energetisches Konzept" für das Rathaus zu erstellen.

Dorferneuerung Grub-Frenshof

Der Gemeinderat hat das Ziel, die Dorferneuerungen in Frenshof und Grub in nächster Zeit zügig abzuschließen. Daher wird die Planung wieder aufgenommen und die von der Vorstandsschaft gewünschten Änderungen eingearbeitet. Bis Anfang 2019 soll die Planung abgesegnet werden. Bauausführung ist für das Jahr 2020 vorgesehen. Die Dorferneuerung in Grub umfasste bisher nur das Ortszentrum, nicht die Ortsdurchfahrt. Der Gemeinderat hat sich in jüngster Sitzung dafür ausgesprochen, die gesamte Ortsdurchfahrt zu erneuern, da die straßenbegleitenden Bordsteine und Entwässerungsrinnen verdrückt sind und ihre Funktionen nicht mehr erfüllen.