Durch den Rücktritt von Gemeinderätin Klothilde Walsch (UWG) war im Gemeinderat Kleinsendelbach ein Sitz vakant geworden. Nachrücker ist Sabine Seitz (UWG). Die neue Gemeinderätin wurde feierlich auf ihr neues Amt vereidigt.

Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWG) dankte Sabine Seitz für die Bereitschaft, das Amt anzunehmen und in den elf Monaten bis zur nächsten Kommunalwahl mitzuarbeiten. Werner betonte, auch in der letzten Phase der Wahlperiode würde noch eine größere Zahl wichtiger Entscheidungen anstehen.

Bürgermeisterin Werner nahm zum wiederholten Mal den Antrag auf Errichtung einer Sicht- und Windschutzmauer im Baugebiet "Süd-Ost" auf die Tagesordnung. Ein Antrag dazu wurde bereits negativ beschieden. Konkret planen die Antragsteller auf ihrem Grundstück eine Mauer aus Steinen an der südlichen und östlichen Grundstücksgrenze zu errichten. Diese soll etwa 30 Zentimeter Stärke haben, 1,80 Meter hoch und jeweils fünf Meter lang sein mit einem Abstand zur Grundstücksgrenze von 50 Zentimetern. Im Bebauungsplan ist geregelt, dass Einfriedungen als Maschendrahtzaun mit einer maximalen Höhe von einem Meter vorgesehen sind.

"Schwarzbauten genehmigt"

In der Diskussion prallten unterschiedliche Auffassungen aufeinander. Gemeinderätin Carmen Wartenfelser (UWG) kritisierte: "Wir haben in den letzten Jahren schon so viele Schwarzbauten genehmigt. " "Wofür machen wir überhaupt Bebauungspläne, wenn sich niemand daran hält? Dann lassen wir alle wild bauen, so wie sie möchten, und warten, was dabei herauskommt", empörte sich Zweiter Bürgermeister Josef Elsinger (UWG).

Gemeinderat Armin Fuchs (UWG) erklärte: "Als Nachbar würde ich eine solche Mauer bei mir keinesfalls dulden." Sollten jedoch die Nachbarn das Vorhaben mit ihrer Unterschrift absegnen, würde er als Gemeinderat dem Vorhaben zustimmen, da die Entscheidung sowieso beim Landratsamt liege.

Bitterer Beigeschmack

Als Alternative könnten sich einige Räte auch die Aufhebung des Bebauungsplans vorstellen. Ein bitterer Beigeschmack blieb bei einigen Räten doch zurück wegen der Mühe und Kosten bei der Aufstellung von Bebauungsplänen. Die Räte beschlossen, dem Vorhaben zuzustimmen unter der Bedingung, dass alle Nachbarn schriftlich einverstanden sind.

Im Rahmen der Beschaffung eines neuen TSF-Fahrzeugs für die Feuerwehr Schellenberg ist der Einbau eines neuen Sektionaltores im Feuerwehrhaus erforderlich. Die Räte stimmten dem Vorhaben einstimmig zu.