Gemeinsam mit befreundeten Nachbarwehren und den Kameraden der Feuerwehr Kremitz aus Sachsen-Anhalt feierte die Feuerwehr Lanzendorf kürzlich ihr 150-jähriges Bestehen.

Vorsitzender Manuel Gumtow ließ mit Fotos die Höhepunkte der Vereinsgeschichte Revue passieren. Dabei stellte er den Neubau des Gerätehauses vor wenigen Jahren besonders heraus. Hier seien enorme Eigenleistungen erbracht worden.

In ihren Grußworten würdigten Bürgermeister Gerhard Schneider und Landrat Klaus Peter Söllner die engagierte Arbeit der Wehr, die mit den enormen Einsätzen im Verkehrskreuz Autobahn und B 303 zu den Stützpunktwehren im Landkreis zähle und eine hervorragende Arbeit leiste. Landrat Söllner würdigte auch die Ausrichtung des Bezirksfeuertages mit dem Bezirksjugendleistungsmarsch, den die Feuerwehr Lanzendorf als leistungsstarke Wehr mustergültig ausgerichtet habe.

Lob für Nachwuchsarbeit

Bürgermeister Gerhard Schneider stellte besonders die Nachwuchsarbeit in der Feuerwehr Lanzendorf heraus, die auf einem hohen Niveau ablaufe. Sowohl der Bürgermeister als auch der Landrat überreichten der Jubelwehr eine Geldspende.

Auch Pfarrerin Almut Weisensee gratulierte. Kreisbrandrat Stefan Härtlein überbrachte die Glückwünsche auch im Namen von Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein und Ehrenkreisbrandinspektor Franz Gareis. Härtlein dankte für die Mitbegründung des Kreisfeuerwehrverbandes und stellte fest, dass 150 Jahre Feuerwehr unzählige Stunden an Übungen, Lehrgängen und Einsätzen bei Bränden und Technischen Hilfeleistungen bedeuten. Die Einsätze hätten sich in den zurückliegenden Jahren wesentlich verändert, denn neben den Brandereignissen müssten die Feuerwehren viele Technische Hilfeleistungen und Gefahrguteinsätze absolvieren. "Das Verhältnis hat sich hier ganz schön verändert."

Ebenso wichtig gewesen sei in den vergangenen 150 Jahren aber auch die Pflege der Kameradschaft. "Das sieht man heute auch an den anwesenden Feuerwehren - nicht nur aus dem Landkreis Kulmbach, sondern auch aus dem Nachbarlandkreis Bayreuth und sogar aus Sachsen-Anhalt. Auch hier pflegt ihr die Kameradschaft, die bei der Feuerwehr nach meiner Einschätzung ganz wichtig ist."

150 Jahre Feuerwehr, so der Kreisbrandrat weiter, bedeute auch, rund um die Uhr mit Mann und Frau zur Verfügung zu stehen. "Für viele ist das eine Selbstverständlichkeit, aber ich muss ehrlich sagen, das Ehrenamt wird stellenweise auch ausgenutzt." Manchen Bürgern, so Härtlein, würde es gut tun, sich auch einmal dankbar gegenüber den Wehren zu zeigen und sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Mit Blick auf den Kreisfeuerwehrtag in Gössenreuth würdigte der Kreisbrandrat die Dorfgemeinschaft, die in der gesamten Gemeinde Himmelkron in Bezug auf den Zusammenhalt in den Wehren sehr ausgeprägt ist: "Ohne die Dorfgemeinschaft könnten solche Festivitäten überhaupt nicht ausgerichtet werden." Werner Reißaus