"Wir werden euch vermissen." Bei der Verabschiedung von Konrektor Reinhold Zellmann und Förderlehrerkoordinatorin Erika Ullmann in den wohlverdienten Ruhestand war dieser Satz mehrfach zu hören.
Liebevoll umgedichtete Lieder, bewegende Dankesreden und originelle Geschenke - das feierlich begangene "Adieu" gestaltete sich emotional, auch wehmütige Gefühle blieben nicht aus. "Ihr werdet uns fehlen, als Kollegin und Kollege - und als Menschen", meinte auch Astrid Balzar, die Rektorin der Adam-Riese-Schule, in Richtung der beiden Lehrkräfte.
Nach seiner Volksschullehrerausbildung 1974 in Bamberg und verschiedenen Stationen als engagierter Pädagoge war Reinhold Zellmann seit 1. August als Konrektor an der Adam-Riese-Schule tätig.
Im nächsten Schuljahr Realität, aber noch gar nicht richtig vorstellbar ist die Adam-Riese-Schule ohne Erika Ullmann, die seit August 1977, mithin über vier Jahrzehnte, als Förderlehrerin hier wirkte. Aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz wurde sie schließlich zur Förderlehrer-Koordinatorin im Landkreis berufen.
"Allen hat es meistens Spaß gemacht - wir lernten viel und haben viel mit euch gelacht", sangen die Zweitklässler auf der Bühne. "Probier's mal mit Gemütlichkeit", trällerte die 4 c, eine andere Klasse verschenkte musikalisch Herzen und Regenbögen. Wehmut machte sich breit beim vom Grundschulchor präsentierten Udo-Lindenberg-Hit "Hinterm Horizont geht's weiter". Die Lehrerkollegen standen dem in nichts nach und sangen "Halte deine Träume fest". Dagmar Neuberg interpretierte "Gabriellas Song" als "Erikas Song".
Dass Reinhold Zellmann und Erika Ullmann wirklich auf einer Wellenlänge mit Schülern und der übrigen Lehrerschaft lagen, wurde bei der Feier deutlich. Die Mienen der Schülersprecher Emili Gebel und Nadine Hutter bei ihren Dankesworten sprachen für sich. Augenzwinkernd schlugen die Schüler Zellmann vor für den Nobelpreis in Chemie. In ihren Worten sprachen auch Bürgermeister Jürgen Kohmann, Schulamtsdirektor Norbert Hauck und Elternbeiratsvorsitzender Oliver Albert den künftigen Ruheständlern Anerkennung und Dank für die geleistete gute Arbeit aus.