Höchstadt — Etliche Mitglieder des Rotary-Clubs Höchstadt und des Lions-Clubs Aischgrund mit ihren Präsidenten Georg Horn und Gudrun Dörpholz-Friedrich sind vor Kurzem ins Erich-Kästner-Kinderdorf in Steinmühle bei Oberschwarzach gefahren, um den Erlös aus der diesjährigen Nacht der Poesie zu überbringen. Das Erich-Kästner-Kinderdorf wurde mit heute insgesamt sechs stationären Einrichtungen im Jahre 1974 von privaten Initiatoren ins Leben gerufen, schreibt Gudrun Boss vom Rotary-Club in einer Pressemitteilung.
Erich Kästner erlaubte es, auf eine briefliche Anfrage der Initiatoren hin, das Kinderdorf nach seinem Namen zu benennen. Nach seinem Tod bzw. dem seiner Lebensgefährtin erbte die Einrichtung einen Teil seines Vermögens, vor allem seine Bibliothek und viele Einrichtungsgegenstände. Liebevoll wurde das Haus mit den zum Teil wertvollen Büchern und Möbeln eingerichtet.
Vor der symbolischen Scheckübergabe bestand bei einem Imbiss und Getränken die Möglichkeit, mehr über das Kinderdorf zu erfahren. Daniela Huhn aus dem Leitungsteam erzählte über ihre Arbeit mit den Kindern. In den sechs Häusern werden insgesamt 46 Kinder betreut, die hier leben und damit ein neues Zuhause und eine neue Familie gefunden haben. Vom Kleinkindalter bis nach der Ausbildung finden sie hier Zuflucht und die Möglichkeit, mit ihren zum Teil schrecklichen Erlebnissen leben zu lernen. Mit Unterstützung von Psychologen und Pädagogen können sie sich in einem behüteten Umfeld entwickeln.
Nach den Einblicken in die soziotherapeuthische Arbeit mit den Kindern erfolgte die Übergabe des Schecks über 1500 Euro an Daniela Huhn. Der gespendete Betrag wird dafür verwendet, ein Zimmer neu einzurichten.
Wer sich näher informieren möchte, findet Details zum Kinderdorf im Internet unter www.erich-kaestner-kinderdorf.de. red