Mit Schwung will der neue Vorstand des SPD-Ortsvereins Coburg-Nordstadt seine Arbeit aufnehmen. Dies versprach der neu gewählte Vorsitzende Ronald Friedrich bei der Hauptversammlung im Gasthof "Zum Schwarzen Bären" im Coburger Stadtteil Beiersdorf den Mitgliedern. Nachdem Friedrichs Vorgängerin zurückgetreten war, stand der Ortsverein ohne Führung da. Laut Ronald Friedrich hatte es im vergangenen Jahr keinerlei Aktivitäten des Vereins gegeben und folglich auch keinen Rechenschaftsbericht für das vergangene Jahr.


Nur noch statistisch bestanden

Der Verein habe, so Friedrich, praktisch nur noch als statistische Größe bestanden. Eine ernstzunehmende politische Arbeit habe es im vergangenen Jahr nicht gegeben. Versammlungen gehörten Friedrichs Worten nach in Gaststätten, und zwar dorthin, wo der Verein zu Hause sei. "Sich in parteieigene Räume zurückzuziehen entspricht nach meinem Verständnis nicht dem Charakter des Ortsvereins", wurde Friedrich deutlich.
Nachdem die Arbeit im Verein "ruhte", mussten Lösungen gefunden werden. Eine Auflösung des immerhin 35 Mitglieder starken Ortsvereins beziehungsweise eine Fusion mit anderen Ortsverbänden hätte laut Friedrich das Problem nur verlagert. Da sei ein Neustart die bessere Lösung.
Der neue Vorsitzende kennt sich aus, denn er hatte den Vorsitz bereits in der Vergangenheit inne gehabt. Mit Elan und neu motiviert will er nun mit dem frisch gewählten Team seine Arbeit aufnehmen.
"Um die erfolgreiche Arbeit der Coburg SPD für unsere Stadt Coburg fortzusetzen, braucht es nicht nur starke, sondern auch aussagekräftige Ortsvereine", ist Friedrich überzeugt. Für den Ortsverein Coburg-Nord müssten nun neue Wege gefunden werden, und dies solle zeitnah geschehen. Und vor allem, so mahnte Friedrich, dürfe ein Vorsitzender nicht "beratungsresistent" sein. "Wenn wir die SPD reformieren wollen, dann müssen wir von unten anfangen", betonte er.


Lücke will 2019 kandidieren

Den ersten Schritt in die Erneuerung leitete Martin Lücke ein, der im Saal des "Bären" zum Thema "Wie schlägt der Puls Europas" referierte und eine lebhafte Diskussion unter den Gästen entfachte. Nachdem Lücke bereits 2014 kandidiert hat, möchte er im kommenden Jahr wieder als Europa-Kandidat antreten. Die Anregungen aus der Versammlung will er in die entscheidenden Gremien der SPD einbringen. "Damit wir Europa weiterentwickeln", so Lücke.
Ronald Friedrich steht ein engagiertes Team zur Seite: Zweiter Vorsitzender Martin Lücke, Kassierin Gabriele Morper-Marr und Beisitzer Wolfgang Leinen.