Mit dem Bericht des Ersten Vorsitzenden des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Mannsgereuther Gruppe, Werner Knoth, begann eine Sitzung in der ehemaligen Grundschule in Schneckenlohe. Dabei ging es auch um den hohen Wasserverlust.

Im Jahr 2019 hatte der Zweckverband 210 Anschließer, davon 120 in Mannsgereuth und 90 in Beikheim. Von der FWO wurden 39 720 Kubikmeter Trink- und Gebrauchswasser bezogen, der Verbrauch betrug 32 753 Kubikmeter, davon in Mannsgereuth 12 177 Kubikmeter (66 weniger als im Vorjahr), in Beikheim 9970 Kubikmeter (304 weniger als im Vorjahr). An Leutendorf wurden 10 606 Kubikmeter Trink- und Gebrauchswasser geliefert.

Die Differenz zwischen Bezug und Verbrauch beläuft sich auf 6967 Kubikmeter und beträgt circa 17,5 Prozent. Der Wasserverlust konnte im Vergleich zum Vorjahr um 2184 Kubikmeter verringert werden. Vorsitzender Knoth erläuterte, dass sich der Bezug von Trinkwasser von der FWO im Rahmen des Wasserlieferungsvertrags mit der FWO befindet. Der relativ hohe Wasserverlust liege auch an sieben Rohrbrüchen (drei in Mannsgereuth und vier in Beikheim), Übungen der Feuerwehren und Spülungen. Die Verbandsräte Annette Scherbel-Schülein und André te Kloot hatten die Jahresrechnungen 2018 und 2019 örtlich geprüft und für in Ordnung befunden. Die Festellung und Entlastung der beiden Jahresrechnungen erfolgte einstimmig. Verbandsrat André te Kloot regte an, die Wasserlieferungsvertrag mit der Marktgemeinde Mitwitz für die Lieferung nach Leutendorf zu überprüfen, um eine jährliche Liefermenge festzulegen, entsprechend dem Vertrag des Zweckverbandes mit der FWO.

Seitens der Gemeinde Schneckenlohe ist im Bebauungsplan "Roter Hügel" in Beikheim eine Erschließung von acht weiteren Bauplätzen geplant. Hierzu ist eine Erweiterung des Leitungsnetzes des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Mannsgereuther Gruppe notwendig. Die Kosten hierfür belaufen sich nach Informationen der Verwaltungsgemeinschaft Mitwitz inklusive Architektenhonorar auf circa 70 000 Euro. Es wurde beschlossen, dass seitens des Zweckverbandes die Planungen gebilligt werden und die anteiligen Kosten des Ingenieurhonorars übernommen werden.

Vorsitzender Knoth sprach eine notwendige Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung an. Er informierte über das geplante Vorgehen mit den entsprechenden Vorarbeiten, ein Beschluss soll nach Absprache mit der Rechtsaufsichtsbehörde, dem Landratsamt Lichtenfels, in der nächsten Sitzung erfolgen.

Einverstanden zeigten sich die Verbandsräte mit einer notwendigen Erneuerung des Wasserzählers im Friedhof in Beikheim. Ein Angebot wird eingeholt. Vorsitzender Knoth informierte über einen Schaden an der Leitung. In diesem Zusammenhang sprach er die Notversorgungsleitung von Trainau kommend an. Hier reiche der Wasserdruck nicht aus, um alle Bereiche in der Schmölzer Straße in Mannsgereuth und am Roten Hügel in Beikheim zuverlässig zu versorgen. Eine Druckerhöhung mit Pumpen am Ortseingang Mannsgereuth sei in naher Zukunft notwendig. wkn