Vorsitzender Stefan Kraus ging beim Festakt auf die Entstehung, Intentionen und Namensfindung des Stammtischs "Blitz" Roßlach ein.
Vor 50 Jahren sei eine kleine Gruppe Roßlacher Fußballer sich einig gewesen, den Stammtisch zu gründen. Jedoch habe die zündende Idee für einen Namen gefehlt. In der Gaststätte "Höh-Michel" habe man gerade über den Namen diskutiert, als es bei einem starken Gewitter einen lauten Knall gegeben habe. "Die Lichter gingen aus. Den Gründungsmitgliedern ging dagegen ein Licht auf. Der Blitz war geboren", verriet Kraus.


Vom Blitz getroffen

Bei der Geburt von einem Blitz getroffen worden zu sein- das könnten sicherlich nicht viele Vereine von sich behaupten. Die ungewöhnliche Namensfindung sei keineswegs das einzige, was den "Blitz" zu etwas Besonderem mache. Der Stammtisch stehe für eine gemeinsame Freizeitgestaltung wie beispielsweise Karten- und Fußballspielen oder auch das Feiern. Er stehe aber auch für soziales Engagement.
Man habe in all den Jahren immer wieder wohltätige Einrichtungen mit Sach- und Geldspenden unterstützt. Zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Roßlach halte man Senioren-Nachmittage wie auch das Johannisfeuer. 2015 habe der Stammtisch den 1995 komplett in Eigenregie errichteten und mit eigenen Mitteln finanzierten Roßlacher Spielplatz neu gestaltet. Auch Brauchtum und Tradition habe man sich verschrieben: "Die Kombination von alledem macht uns besonders." Bemerkenswert sei, dass der "Blitz" in den letzten Jahren von 87 auf 202 Mitglieder angewachsen sei - in einer Zeit, in der andere Vereine mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen hätten.
Abschließend galt sein Dank allen Mitgliedern und freiwilligen Helfern, ohne deren Engagement man das Fest in dieser Form nicht hätte ausrichten können. Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner bedankte sich für die ihr angetragene Schirmherrschaft. Das 50. Jubiläum sei ein guter Grund, zu feiern und stolz auf das Erreichte zu sein. Der Stammtisch sei aus dem Vereins- und Dorfleben nicht mehr weg zu denken und ein Paradebeispiel der von ihr gewünschten Mitmach-Gemeinde. "Leute wie euch brauchen wir", würdigte sie.
Die Glückwünsche seitens der Vereinsgemeinschaft Friesen/Roßlach übermittelte KAB-Vorsitzender Friedrich Jakob. "Ihr seid ein Aushängeschild und eine große Bereicherung", lobte er. Großen Respekt zollte der ehemalige langjährige Vorsitzende Eduard Kraus dem jetzigen Vorsitzenden. Stefan Kraus sei es zu verdanken, dass der Stammtisch einen solchen Aufschwung erfahren habe.
Bereits am Sonntagmorgen war der Jubelverein mit Abordnungen heimischer sowie befreundeter Vereine benachbarter Ortschaften zum Festzelt gezogen. Die Kirchenparade wurde vom Musikverein Friesen angeführt, der auch den Fest-Gottesdienst und den anschließenden Frühschoppen gestaltete. Zelebriert wurde der Gottesdienst von Pfarrer Sven Raube. In seiner Predigt zog er Parallelen zwischen dem gehörten Evangelium vom Gleichnis der selbstwachsenden Saat und dem Jubelverein. hs