Ludwigsstadt — Auf Initiative der Bayerischen Staatsforsten wird ein Trekkingplatz am Rennsteig im Bereich Kobach errichtet. Damit will man eine Übernachtungsmöglichkeit im Wald für Wanderer für eine Nacht schaffen. Ziel ist die Verbesserung der Erholungsfunktion in der zertifizierten Wanderregion Frankenwald.
"Das ist der erste Trekkingplatz in ganz Oberfranken", freute sich Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) über das geplante Vorreiterprojekt. Der geplante Trekkingplatz besteht aus einer zentralen Feuerstelle, einem Trockenabort, einer Holzlege und vier Plätzen für jeweils ein Zelt. Zwei der Zeltplätze werden auf dem Waldboden eingerichtet; die zwei weiteren als leicht erhöhte Holzplattformen aus Lärche. Des Weiteren ist es für die Baumaßnahme und die anschließende - durch die hiesige Ortsgruppe des Frankenwaldvereins erfolgende - Betreuung des Platzes nötig, eine bestehende Rückegasse zu einem befestigten Rückeweg auszubauen. Dadurch kann der Trekkingplatz mit Bau- und Versorgungsfahrzeugen erreicht werden.
Die Einrichtung wird von den Bayerischen Staatsforsten hergestellt und unterhalten. Die Stadt Ludwigsstadt tritt als Betreiber auf und übernimmt die Haftung sowie Waldbrandversicherung von voraussichtlich 300 Euro pro Jahr.
Die Beförderungsleistungen für die Grundschule Ludwigsstadt und Mittelschule Windheim/Pressig im Schuljahr 2018/19 wurden - wie bislang - an die Firma Edwin Neubauer aus Kehlbach vergeben. Das im Zuge des Rückbaus der Burgbräu-Brache auf dem Areal befindliche Abbruchmaterial - circa 2600 Tonnen - muss fachgerecht entsorgt werden. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 150 000 bis 200 000 Euro.
Aus dem Kommunalen Förderprogramm gewährt die Stadt einen Zuschuss an Michael Korn für die Sanierung des Daches und der Fassade/Fenster seines Anwesens Kronacher Straße 2 in Ludwigsstadt. Auch das Hoftor soll erneuert werden. Man rechnet mit einem Zuschuss von circa 15 000 Euro.
Grünes Licht gab der Stadtrat dem Antrag auf Baugenehmigung "Umbau und Sanierung des Wohnhauses Tiefenweg 2, Ludwigsstadt" durch Jürgen und Jeannette Schramm, Am Rücken 5. Der Anbau (Diele, Heizung) soll mit einem Flachdach errichtet werden, wofür eine Befreiung von der Gestaltungssatzung erfolgte.
Für die turnunsmäßige Neubestellung eines Kreisheimatpflegers ab Juli 2019 wurde der derzeitige Amtsinhaber Siegfried Scheidig vorgeschlagen, dem der Bürgermeister ein großes Lob zollte. Scheidig hatte bereits seine grundsätzliche Bereitschaft für weitere fünf Jahre in diesem kommunalen Ehrenamt ausgesprochen.
Hubert Bischoff (SPD) gab das Anliegen eines Bürgers auf Entfernung von Bäumen auf der Straße hinauf zum Spitzberg Richtung Steinbach an der Haide weiter. David Martin (CSU) prangerte die "desolate Leistung" des Bauhofs bei Mäharbeiten im Tiefenweg an, wobei keine Aufräumarbeiten erfolgt seien.
Hermann Feuerpfeil (FW) erfragte den Sachstand zur Klassenbildung. Laut Ehrhardt habe das Schulamt zwei Kombi-Klassen der Jahrgänge 1 und 2 vorgesehen gehabt. Dabei wären die 32 Erstklässler in zwei jahrgangskombinierten Klassen mit 18 Zweitklässlern gebracht worden. Die Eltern hätten jedoch auf zwei kleine erste Klassen mit jeweils 16 Schülern gehofft. Es sei dem Einsatz von MdL Jürgen Baumgärtner zu verdanken, dass diesem Wunsch nun entsprochen werde.


45 Meter hohe Mobilfunkmasten

Die Deutsche Telekom AG beabsichtigt die Errichtung weiterer Mobilfunkstationen im Bereich Berliner Ring/Turmstraße in Lauenstein und östlich der B 85 in Höhe der sogenannten Jacobs-Baracken zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung vor allem im Hinblick auf Bahnlinie und Bundesstraße. An beiden Standorten sind Masten mit einer Höhe von 45 Metern geplant. Im Rahmen des Mobilfunkpaktes II wird die Stadt beteiligt und erhält die Möglichkeit zur Stellungnahme.
"Wir sehen die Errichtung eines 45 Meter hohen Mastes an dem geplanten Standort in Lauenstein kritisch", erklärte Ehrhardt, der auf die unmittelbare Nähe des Wohn- beziehungsweise Ferienhausgebietes Berliner Ring verwies. Daher fordert man den Anbieter zur Prüfung von Alternativ-Standorten auf, wobei man den Sportplatz in Lauenstein und Spitzberg/Schwarzer Berg vorschlägt. Der Standort auf dem Gebäude der Firma Weisse & Eschrich soll wegen einer möglichen Strahlenbelastung geprüft werden. Der Standort im Bereich der Jacobs-Baracken wird dagegen als möglich erachtet.
Eingangs der Sitzung zeichnete der Bürgermeister die erfolgreichen Schulabsolventen aus dem Gemeindegebiet, Thomas Melcher, Jessica Baumann und Dominique Amann, mit der Ehrenurkunde der Stadt aus. Jessica Baumann legte am Kaspar-Zeuß-Gymnasium ihr Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,3; Dominique Amann am staatlichen Heinrich-Böll-Gymnasium mit 1,0 ab. Thomas Melcher erreichte im Landkreis Kronach das beste Ergebnis im mittleren Bildungsabschluss mit einem Notendurchschnitt von 1,44. Der Bürgermeister gab bekannt, dass Thomas Melcher ab 1. September eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellen in der Stadt beginnen wird.