Die Grundlage der Malerei Karin Schöntags ist das Sammeln von Eindrücken und Stimmungen. Oftmals flüchtige Augenblicke bannt die Künstlerin vor Ort in erste Skizzen, die dann in ihrem Kronacher Atelier künstlerisch weiterverarbeitet werden. Karin Schöntag zeigt derzeit einen Querschnitt ihres aktuellen malerischen Schaffens in der alten Markthalle in Kronach. Noch bis zum 30. Juli ist die Ausstellung von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
Karin Schöntag ist ein sehr direkter Mensch, im Leben wie in der Kunst. Die in Breslau geborene Künstlerin lebt schon über 40 Jahre in Kronach, sie spricht von sich selbst als Kaleidoskop, in dem sich Impressionen in spannungsvolle Kompositionen verwandeln.


Kreative Spannbreite beeindruckt

Die breitgefächerten Einflüsse ihrer künstlerischen Lehrer bilden dabei Schöntags malerische Basis, aus der durch ihre Kreativität immer neue, immer andere Kompositionen erwachsen. Ob Menschen, Landschaften oder abstrakte Kompositionen: Alle Arbeiten sind für sich Reisen in eine Welt aus Farbe, Form und Linien. Jedes Gemälde ist anders, jedes einzigartig. Dieser Abwechselungsreichtum beschreibt wohl am besten den besonderen Reiz von Schöntags facettenreichem Werk. Ihre Gemälde verdichten Gesehenes und sind keine naturalistischen Wiedergaben der Realität.


Intensiver Prozess

Vielmehr sind es Gefühlslandschaften, die in einem intensiven Arbeitsprozess aus Licht, Farbe und Struktur entstehen. Die oftmals reliefartig ausgearbeitete pastose Oberfläche der Bilder verleiht ihnen dabei etwas Skulpturhaftes und Mehrdimensionales. Dennoch verharrt Karin Schöntag nicht bei einmal gefundenen Formulierungen, sondern wagt mit jedem neuen Werk einen Aufbruch in unbekanntes Terrain und lädt so zu einer spannenden Entdeckungsreise ein.
Nach verschiedenen Ausstellungen in jüngster Vergangenheit unter anderen im Landratsamt, der Sparkasse und der Synagoge wurde nunmehr in der historischen Markthalle Karin Schöntags jüngste Schau eröffnet.