JOsef Hofbauer Die gut dreiseitige Auflistung der Investitionen des Landkreises in die EDV, die den Mitgliedern des Kreisausschusses in der jüngsten Sitzung vorgelegt wurden kritisierte Kreisrat Jürgen Schleicher (JB) als nicht aussagekräftig genug. "Das sind alles nur reine Zahlen, die sagen nichts darüber aus über die Lebensdauer der Anschaffungen.

Wir wissen nicht, was neu ist und was ersetzt werden muss." Auch werde keine Aussage darüber getroffen, ob die Investitionen eine Entlastung für die Mitarbeiter des Landkreises bedeuteten. "So kann ich wenig damit anfangen", bedauerte Schleicher.

Kein System erkennbar

Kreisrat Karl Waldmann (Die Grünen) nickte zustimmend und Kollege Wolfgang Fees (SPD) pflichtete bei. "Es wäre beispielsweise wichtig zu wissen, ob der Landkreis Forchheim die gleiche Software verwende wie die Nachbarlandkreise. So könnten bei Bestellungen Synergieeffekte erzielt werden.

Gerhard Schmidt (CSU) hinterfragte die geplante Anschaffung von 20 Laptops mit Docking-Station für mobile Arbeitsplätze, die im kommenden Jahr für 40 000 Euro angeschafft werden sollen, um Heim-Arbeitsplätze zu ermöglichen. Gibt es dafür eine Investitionsrechnung, fragte Schmidt. Ihm fielen auch die 105 000 Euro auf, die für 350 neue 27 Zoll Monitore eingeplant sind. Begründet wurden sie mit dem Dokumenten-Managementsystem.

Mehr Details gefordert

Hier wollte Gerhard Schmidt wissen, wie lange es dauert, bis alle Mitarbeiter die gleiche Ausstattung haben oder ob es Mitarbeiter gebe, die lieber mit zwei kleinen Monitoren arbeiten wollten. Das alles muss erfasst werden, fordert der Kreisrat, der gerne den Gesamtaufwand für die technische Aufrüstung gewusst hätte.

Die Notwendigkeit nachweisen

Für Bruno Braun (FW) war die Notwendigkeit der Monitore nicht ganz ersichtlich. Falls sie unbedingt gebraucht würden sei zu überlegen, ob nicht schon dieses Jahr, ein Teil der Monitore angeschafft werden könnten. Es stelle sich auch die Frage, wie viele Mitarbeiter bereits die neuen Geräte hätten. "Da muss konzeptionell darauf geschaut werden", forderte Braun.

In diese Kerbe schlug auch noch einmal Jürgen Schleicher. Die Kreisräte müssten wissen welche Online-Dienste vom Landratsamt bereits angeboten würden. Ziel müsse es sein, die Verwaltung durch moderne Technik zu entlasten. Im Hinblick auf die Haushaltsberatungen müssten die Räte auch wissen, wie viel welche Investition kostet. Landrat Hermann Ulm (CSU) gab diese Anregungen an die Verwaltung weiter.

Die Wartung der Software des Landratsamtes wurde für die nächsten drei Jahre an die Firma "The Networker GmbH" für brutto 124 674,53 Euro vergeben. Die Summe stieg in den vergangenen drei Jahren um 6800 Euro. Der jährliche Wartungsaufwand pro Gerät wurde auf rund 100 Euro beziffert.