Ein eindeutiges, neues Mandat erhielt Wolfgang Reichmann bei der Mitgliederversammlung des Stadtverbandes für Sport e.V. Bamberg. Der langjährige ehemalige Hörfunksportreporter des Bayerischen Rundfunks wurde einstimmig in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden als Zweiter Vorsitzender Gerhard Seitz, Kassier Werner Thiele, Schriftführer Max Zillibiller sowie die Kassenprüfer Axel Tschache und Angelina Villanello. Als Beisitzer fungieren künftig Siegfried Prell, Andreas Saal, Heinz Kuntke und Wolfgang Grader. Neu im Vorstand arbeitet künftig Robert Hatzold mit. Der Verwaltungsfachwirt und Sportkommentator von Radio Bamberg folgt Klaus Groh und ist neuer Pressewart.

Der Stadtverband hat 23 Stadtmeisterschaften begleitet, so Reichmann in seinem Rechenschaftsbericht. Dies sei ein wahrhafter Boom, der vor Jahren undenkbar schien, der jedoch auch ohne die Zuständigkeit und Unterstützung der Vereine nicht möglich gewesen wäre. "Wir haben 2642 Urkunden verteilt und sage und schreibe 15 956 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen überreicht. Eine tolle Bilanz und ein Ende ist nicht abzusehen." Bei den Finanzen sieht es ebenfalls gut aus. Zum Jahresbeginn verfügte der Stadtverband über ein Kontoguthaben von fast 20 000 Euro, die Einnahmen haben sich im vergangenen Jahr um 6000 Euro erhöht.

Der alte und neue Vorsitzende möchte mit seiner Crew erreichen, dass ein Teil der Sporthallen in den Schulferien geöffnet wird, um den Daheimgebliebenen ein zusätzliches Freizeitangebot zu ermöglichen.

Dranbleiben an der Stadt Bamberg steht ebenfalls auf der Agenda. Die Kommune habe einen Sportentwicklungsplan erarbeitet, hier stelle sich die Frage, wie es mit der Fortschreibung weitergehe. Zudem solle die Zahl der Mitglieder erhöht werden. Derzeit gehören 60 Vereine dem Stadtverband an, nicht alle Vereine der Weltkulturerbestadt sind daher unter dem Dach des Sportverbands organisiert.

Als Vertreter der Stadt Bamberg nahm Bürgermeister Christian Lange an der Versammlung teil. Der unter anderem für den Sport zuständige Stadtvertreter berichtete über die Sportförderung der Kommune, diese lag im vergangenen Jahr bei 888 600 Euro. In diesem Betrag seien alle Kosten inkludiert, zum Beispiel die Reinigungsarbeiten oder Ausgaben für die Hausmeister. Erfreulich sei, so Lange, dass die Investitionszuschüsse für dieses Jahr um 50 000 auf gut 100 000 Euro erhöht wurden.

Abschließend machte Reichmann auf den nächsten wichtigen Termin hin. Am 5. April findet in der Graf-Stauffenberg-Schule die Sportlerehrung der Stadt Bamberg statt. red