Der Dezember bringt die längsten Nächte des Jahres, bis zu 16 Stunden zur Zeit der Wintersonnenwende am 22. Dezember, der zugleich Winteranfang ist. Er schenkt dazu eine staunenswerte Fülle von kleinen und großen Himmelslichtern, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins Sternenpark Rhön.

Am 12. Dezember erreicht der Mond seine volle Größe. Das erschwert zwar das Entdecken von Geminiden-Sternschnuppen aus dem Sternbild Zwillinge, doch ein paar könnten sich trotzdem kurz vor Monatsmitte zeigen. Zur Weihnachtszeit am 26. Dezember ist Neumond und somit der Nachthimmel frei für unzählige Sterne, den Planeten Mars frühmorgens im Osten sowie weitere Sternschnuppen. Diese, die Ursiden, dürfen wir hoch im Norden aus der Gegend der beiden Bärinnen und des Polarsterns erwarten, vor allem am 22./23. Dezember.

Festlich illuminiert

Die festlich illuminierte Milchstraße wölbt sich von Nordost nach Südwest. Besonders eindrucksvoll ist ihr mittlerer Bereich. Im Zenit zu erkennen sind die markanten Sternbilder Kassiopeia, auch das "Himmels-W" genannt, den Perseus mit seiner Lichterkette aus Sternen und den Fuhrmann. Dessen "Laterne" Capella ist ein Doppelstern und nach Sirius zweithellster des Winters. Südwestlich von Kassiopeia schimmert ein Nebelfleckchen: die Andromeda-Galaxie. Zwischen Kassiopeia und Perseus glitzern zwei "Broschen", von denen jede aus Tausenden von Sternen besteht - Doppelsternhaufen in der Sprache der Astronomen. Mit fortschreitender Nacht rückt das sogenannte Wintersechseck in den Zenit. Capella, Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon und Pollux heißen die Ecksterne - fast ein Adventskranz, mit dem Riesen Orion darin. Schließlich sollte man sich bei nächtlichen Dezemberausflügen auch etwas Zeit für die Hyaden und Plejaden westlich vom Sternbild Orion nehmen. Wie Weihnachtsgeschenke funkeln diese Sterngruppen vor bzw. über unseren Augen.

Infos gibt es unter https://biosphaerenreservat-rhoen.de/himmelsschauplaetze. red