Der Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB ) im Kreis Haßberge lädt zu einer Vorführung des Films "Kleine Germanen" ins "Capitol"-Kino nach Zeil ein. Nach dem Film wird es ein Gespräch mit dem Regisseur Frank Geiger und Gästen aus kommunalen Institutionen geben. Bei freiem Eintritt ist die Veranstaltung für Mittwoch, 26. Juni, um 19.30 Uhr geplant.

Der Film "Kleine Germanen" macht in einer ungewöhnlichen Verbindung aus Dokumentar- und Animationsfilm auf ein kaum aufgearbeitetes Problem aufmerksam, das mit Blick auf rechte Gewaltausschreitungen unserer Tage aktueller denn je ist: Kinder, die in einem demokratiefeindlichen Umfeld aufwachsen und nach dogmatischen Prinzipien rechtsextremer Ideologie erzogen werden.

Der Dokumentarfilm blickt aber auch über die traditionellen Strukturen rechtsextremer Gruppierungen hinaus in einen Teil der Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen geprägt ist.

Animation als "roter Faden"

Wie es in der Pressemitteilung heißt, zieht sich die Animationsgeschichte als "roter Faden" durch den Film und erzählt das tragische Leben der persönlich betroffenen Elsa nach: Als Kind hat sie mit dem geliebten Opa Soldat gespielt. Mit ausgestrecktem rechten Arm hat sie "Für Führer, Volk und Vaterland!" gerufen und war ganz stolz darauf. Heute blickt sie auf eine Kindheit zurück, die auf Hass und Lügen gebaut wa,r und versucht zu verstehen, was diese Erziehung aus ihr und ihren eigenen Kindern gemacht hat.

"National verherrlichendes Gedankentum im heimischen Umfeld ist leider gar nicht so selten", so der DGB-Haßberge in einer Pressemitteilung, "heute nicht und früher nicht". Gehirnwäsche finde seit jeher statt. "Wehret den Anfängen", heißt es in der Ankündigung, zum Beispiel, indem in Schulen der Geschichtsunterricht da weitermache, wo es unangenehm werde, weil die damalige Gesellschaft lieber wegschaute, als sich zu engagieren. So habe sie eine gehörige Portion Mitverantwortung getragen für die Katastrophe. red