Pauline lindner Die Stadt Baiersdorf kauft ein Starkregen-Frühwarn-System, an das sich voraussichtlich auch Nachbargemeinden anschließen werden. Dies haben die Mitglieder des Stadtrates bei ihrer jüngsten Sitzung beschlossen.

Das System basiert auf Regen-Sensoren und Pegelmessungen und auf der Einbindung der aktuellsten Wetterprognosen. Treten irgendwo im Messgebiet erhöhte Wassermengen auf, geht die Meldung an die Feuerwehr und an Bürger, die sich an das System per Telefon angeschlossen haben und warnt vor der bevorstehenden Gefahr.

Sie ist laut Systementwickler Reinhard Brodrecht vierstufig und reicht von der Rückstau-Gefahr bis hin zur Warnung vor einer Sturzflut. Seine Bewährungsprobe habe das System in Adelsdorf schon überstanden: Das war am 31. Mai. 28 Minuten, um sich zu schützen, hatten die Adelsdorfer so gewonnen. 28 Minuten lagen zwischen der Systemwarnung und den ersten Rückstaumeldungen. Da der Baiersdorfer Raum flacher liege, dürfte sich nach Brodrecht die Vorwarnzeit hier noch vergrößern. Gut 40 000 Euro wird die Stadt Baiersdorf das System kosten; die jährliche Serviceleitung beträgt 3600 Euro.

Machen die Nachbar-Kommunen mit, verteilen sich die Kosten sogar auf alle, denn die Messstationen reichen bis zu den Wasserscheiden im Osten Baiersdorfs. Für die sich anschließenden Bürger ist die Vorwarnung kostenlos.